Der Olivenrat prüft die „Rechtmäßigkeit“ von aromatisierten nativen Olivenölen extra
Das wachsende Angebot an mit Pflanzenextrakten aromatisierten nativen Olivenölen extra stellt die Olivenölbranche vor ein Dilemma. Sind sie wirklich nativ extra?

Die Beliebtheit und das wachsende Angebot an nativen Olivenölen extra, die mit Pflanzenextrakten wie Knoblauch, Zitrone, Thymian und Rosmarin aromatisiert sind, stellt die Olivenölbranche vor ein großes Dilemma: Sollten diese Olivenöle wirklich als „natives Olivenöl extra“ gekennzeichnet werden?
Wie der Internationale Olivenrat (IOC)
selbst formuliert hat: „Wie kann natives Olivenöl als ‚extra‘ gelten, wenn die ihm zugesetzten Substanzen es unmöglich machen, durch organoleptische Analyse zu bestätigen, dass es sich tatsächlich um die Extra-Klasse handelt?“
Der IOC gab heute bekannt, dass er daher die Akteure der Olivenölbranche um Stellungnahmen zu „diesem heiklen Thema“ bittet, um die Unsicherheit zu beseitigen.
Es hieß, das Exekutivsekretariat des IOC sei in letzter Zeit mehrfach zu Produkten befragt worden, die als „aromatisierte native Olivenöle extra“ gekennzeichnet sind und Pflanzenextrakte wie Knoblauch, Zitrone, Thymian oder Rosmarin enthalten. Dies war ein Thema, das während der Reise des IOC-Exekutivdirektors Jean-Louis Barjol in die Vereinigten Staaten im Januar häufig diskutiert wurde. Auf seinem Reiseplan stand unter anderem ein Besuch der Fancy Food Show in San Francisco, auf der viele solcher Öle zu finden waren.
„Das IOC ist sehr daran interessiert, sicherzustellen, dass Verbraucher verifizierbare Informationen erhalten und dass Unternehmer wissen, woran sie rechtlich sind. Es möchte daher eine Diskussion darüber anstoßen, ob ein erläuterndes Papier zu diesen Produkten verfasst werden soll, auf die die IOC-Handelsnorm nicht anwendbar ist“, hieß es.
Das IOC-Exekutivsekretariat hat die Delegierten in seinen Mitgliedsländern sowie IOC-Experten und Vertreter des IOC-Beratungsausschusses für Olivenöl und Tafeloliven gebeten, ihre Rückmeldungen bis zum 7. März einzureichen.
Auch Interessengruppen aus Nicht-IOC-Mitgliedsländern sind herzlich eingeladen, sich bis zu diesem Datum an das IOC-Exekutivsekretariat zu wenden, um ihre Ansichten mitzuteilen.