Regen lässt Olivenölpreise in Spanien sinken

Die Regenfälle der letzten Tage in Südspanien könnten die für diese Saison erwartete geringe Olivenölernte ankurbeln, die am Montag offiziell beginnt.

Wetterkanal

Es bleibt abzuwarten, ob die starken Regenfälle der letzten Tage in Südspanien die erwartete magere Olivenölernte in der kommenden Saison, die offiziell am Montag (1. Oktober) beginnt, ankurbeln werden.

In einem der trockensten Jahre dieses Jahrhunderts und angesichts einer Ernte, die bislang voraussichtlich auf die Hälfte der Rekordmenge von 1,6 Millionen Tonnen aus der letzten Ernte einbrechen wird, sagen die Erzeuger, dass zumindest ihre schrumpeligen Oliven wieder etwas praller werden dürften und der Regen der kommenden Ernte zugutekommen wird.

Zusammen mit dem Regen – laut Olimerca 60 l/m² in Córdoba und bis zu 30 l/m² in Jaén – sind die Großhandelspreise diese Woche nach drei Monaten stetigen Anstiegs eingebrochen.

Laut dem spanischen Olivenöl-Preisinformationssystem POOLred sank der Referenzpreis für Olivenöl in Großgebinden heute um 10 Cent auf umgerechnet 2,53 €/kg, nachdem er am Montag auf 2,64 €/kg gestiegen war. Olimerca führt dies „hauptsächlich darauf zurück, dass es in weiten Teilen Andalusiens geregnet hat“.

Aus dem Norden Málagas berichtete die Olivenölproduzentin Rosario López Montero von El Labrador gegenüber Olive Oil Times, dass es nach fast regenlosem Jahr über Nacht zu einem „stürmischen Regenguss“ von etwa 100 l/m² gekommen sei. Obwohl dies für die Olivenbäume ihrer Familie lebenswichtig und für die kommende Ernte wichtig sei, habe es einige Schäden und Erosion verursacht.

López Montero – deren Familie 2011 mit ihrem nativen Olivenöl extra „La Laguna de Fuente de Piedra“ den Mario-Solinas-Qualitätspreis gewann – sagte, die Ernte werde in wenigen Tagen beginnen und man rechne mit einem Ertrag, der etwa der Hälfte des Vorjahresertrags entspreche.

Neue Mario-Solinas-Kategorie für die südliche Hemisphäre

Der Internationale Olivenölrat hat bei den Mario-Solinas-Qualitätspreisen eine spezielle Kategorie für Länder der südlichen Hemisphäre eingerichtet.

In den soeben veröffentlichten Regeln für das Erntejahr 2012/13 heißt es: „Öle, die von Ländern der südlichen Hemisphäre zum Wettbewerb eingereicht werden, müssen aus dem Erntejahr 2011/12 stammen.“

„Sie werden daher in eine neue Ad-hoc-Kategorie aufgenommen, um zu vermeiden, dass sie gegenüber Ölen aus der nördlichen Hemisphäre, die erst kürzlich produziert wurden, benachteiligt werden.“