Das Handelsabkommen zwischen der EU und Vietnam eröffnet europäischen Herstellern neue Möglichkeiten
Das neue Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und Vietnam sieht die Abschaffung der Einfuhrzölle auf Olivenöl vor und eröffnet spanischen, italienischen und griechischen Erzeugern damit neue Möglichkeiten, einen wachsenden Markt zu erschließen.
Der Europäische Rat hat ein Freihandelsabkommen (FTA) zwischen der Europäischen Union und Vietnam gebilligt.
Das Freihandelsabkommen soll im Sommer 2020 in Kraft treten, nachdem es von der vietnamesischen Nationalversammlung verabschiedet wurde.
Nach der Verabschiedung werden die bestehenden Zölle auf Olivenöl in allen Fraktionen abgeschafft. Derzeit unterliegen EU-Olivenölexporte nach Vietnam laut Daten des International Trade Center einem durchschnittlichen Zollsatz von 8,7 Prozent.
In einem Bericht aus dem Jahr 2019 über den vietnamesischen Olivenölmarkt führte das spanische Institut für Außenhandel (ICEX) diese Zölle als eines der größten Hindernisse auf, die weitere spanische Olivenölproduzenten daran hindern, Zugang zu diesem lukrativen Markt zu erhalten.
Die Abschaffung der Zölle ebnet nun den Weg für Olivenölexporteure, um die schnell wachsende Mittelschicht Vietnams zu erschließen. Das südostasiatische Land hat mehr als 95 Millionen Einwohner und gilt aufgrund stetig steigender Löhne und Konsumausgaben als fruchtbarer Boden für europäische Olivenölexporteure.
„Olivenöl ist in Vietnam bekannt und geschätzt, wo es vor allem wegen seiner gesundheitsfördernden Eigenschaften verwendet wird“, schrieb das ICEX in dem Bericht. „Fast alle Medien, die sich mit Gesundheit, Schönheit oder Lifestyle befassen, empfehlen die Verwendung von Olivenöl.“
Spanien, Italien und Griechenland dominieren bereits gemeinsam den vietnamesischen Olivenölmarkt und machten 2018, dem letzten Jahr, für das Daten vorliegen, fast 97 Prozent der Olivenölimporte des Landes aus.
Ebenfalls Teil des Abkommens ist die Anerkennung von sieben verschiedenen geografischen Angaben aus Spanien und Griechenland, darunter Antequera, Baena, Priego de Córdoba, Sierra de Segura, Sierra Mágina, Kalamata und Sitia Lasithiou Kritis.