Die Pestizidwerte in Olivenöl sinken weiter

Nach Angaben der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit überschritten nur 19 von 3.167 Olivenölproben die festgelegten Rückstandshöchstgehalte für Pestizide.

Laut einem kürzlich veröffentlichten Bericht der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) ist die Zahl der Olivenölproben, bei denen der Rückstandshöchstgehalt (MRL) für Pestizide in der Europäischen Union überschritten wurde, erneut zurückgegangen.

Der Anteil der Olivenöle, die den Rückstandshöchstwert für Pestizide überschritten, sank von 0,9 Prozent im Jahr 2015 auf 0,6 Prozent im Jahr 2018, dem letzten Jahr, in dem die Tests durchgeführt wurden. Die Proben von nativem Olivenöl, die den Rückstandshöchstwert für Pestizide überschritten, wurden positiv auf Iprodion getestet, ein von der Europäischen Union verbotenes Fungizid.

Insgesamt wurden 3.167 verschiedene Olivenölproben getestet, darunter sowohl im EU-Binnenmarkt produzierte als auch importierte Öle. Von den 19 Proben, die den Pestizid-MRL überschritten, stammten acht aus Spanien, fünf aus Griechenland, zwei aus Deutschland, zwei aus Zypern, eine aus Italien und eine war unbekannter Herkunft.

Alle drei Jahre entnimmt das Kontrollprogramm der Europäischen Union (EUCP) Proben von 12 der am häufigsten konsumierten Lebensmittel im Handelsblock, darunter natives Olivenöl. Das EUCP analysiert die Proben auf Rückstände aus einer Liste von 177 verschiedenen Pestiziden.

„Das EUCP entnimmt Stichproben der von EU-Bürgern am häufigsten konsumierten Lebensmittel und liefert so eine statistisch repräsentative Momentaufnahme der Situation hinsichtlich Pestizidrückständen in diesen Produkten“, schrieben die Mitautoren Paula Medina-Pastor und Giuseppe Triacchini in dem Bericht.

Im Jahr 2019 untersuchte das EUCP 91.015 Lebensmittelproben und stellte fest, dass 95,5 Prozent davon unter den festgelegten Pestizid-Höchstwerten lagen.

Neben Olivenöl verzeichneten auch Brokkoli und Hühnereier einen Rückgang der Überschreitungsrate.

Tafeltrauben, Gemüsepaprika und Paprika, Auberginen und Bananen verzeichneten den stärksten Anstieg der Überschreitungsraten.

„Seit vielen Jahren unterstützt dieser Bericht die Arbeit der Europäischen Kommission und der Mitgliedstaaten bei der Gewährleistung des ordnungsgemäßen Einsatzes von Pestiziden im Einklang mit den EU-Rechtsvorschriften und -Zielen“, sagte Bernhard Url, Exekutivdirektor der EFSA. „Die effiziente Erhebung und strenge Analyse solcher Daten wird auch weiterhin von zentraler Bedeutung sein, um die Sicherheit der in der Europäischen Union verkauften Lebensmittel zu gewährleisten.“