Europa erhöht die Exportquote für Tunesien

Tunesien unterliegt nicht mehr den monatlichen Ausfuhrquoten, die die Europäische Kommission Anfang dieses Jahres festgelegt hatte.

Die jährliche Exportquote für Olivenöl aus Tunesien in die Europäische Union (EU) wurde um 25.000 Tonnen erhöht.

Die Entscheidung zur Erhöhung der jährlichen Quote wurde auf einer gemeinsamen Pressekonferenz von Federica Mogherini, Hohe Vertreterin der Europäischen Union für Außen- und Sicherheitspolitik, und dem tunesischen Premierminister Habib Essid am 20. Juli 2015 in Brüssel im Anschluss an das Treffen der EU-Außenminister bekannt gegeben.

Bisher unterlagen die Olivenölexporte aus Tunesien in die EU einer jährlichen Quote von 56.700 Tonnen; mit der neuen Quote erhöht sich diese auf insgesamt 81.700 Tonnen pro Jahr. Mogherini kündigte außerdem an, dass Tunesien nicht mehr den monatlichen Exportquoten unterliegen werde, die von der Europäischen Kommission Anfang dieses Jahres festgelegt worden waren.

Mehr als 70 Prozent des tunesischen Olivenöls werden in die EU exportiert, vor allem nach Italien und Spanien, zwei Länder, die bei der letzten Ernte erhebliche Verluste bei ihren Olivenernten hinnehmen mussten. Tunisien hingegen verzeichnete eine hervorragende Ernte und exportierte von November 2014 bis Ende Juni 2015 eine Rekordmenge von 242.000 Tonnen, siebenmal mehr als in der vorangegangenen Saison. /business/africa-middle-east/tunisian-olive-oil-exports-reach-record-high/48184

Olivenöl ist nicht nur Tunesiens wichtigstes Agrarexportgut in die EU, sondern auch eine wichtige landwirtschaftliche Ressource, die mehr als einer Million Tunesiern direkte und indirekte Arbeitsplätze bietet.

Auf der Pressekonferenz wurde zudem ein Finanzhilfepaket in Höhe von 23 Millionen Euro für Sicherheitsreformen in Tunesien nach den tödlichen Anschlägen in Sousse angekündigt sowie die Entscheidung, Tunesien als ersten arabischen Partner in das Forschungsprogramm „Horizont 2020“ aufzunehmen.



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