Die syrische Olivenölproduktion steht vor einem starken Anstieg

Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums soll die Olivenölproduktion in Syrien um 50 Prozent steigen, was zum Teil auf bessere klimatische Bedingungen und eine gewisse Rückkehr zur Stabilität in dem vom Krieg zerrütteten Land zurückzuführen ist.

Laut Mohamed Habou, dem Leiter des Olivenbüros im syrischen Landwirtschaftsministerium, wird die syrische Olivenölproduktion im Erntejahr 2019/20 voraussichtlich 150.000 Tonnen erreichen.

Dies entspricht einem Anstieg von 50 Prozent gegenüber dem vorangegangenen Erntejahr und wäre die höchste Produktionsmenge seit dem Erntejahr 2013/14.
Siehe auch: Daten zur
Olivenölproduktion Syrien befindet sich seit 2011 in einem blutigen Bürgerkrieg und war von 2014 bis Anfang dieses Jahres eine der Hauptfronten im Kampf gegen den sogenannten Islamischen Staat.

Habou führte den Produktionsanstieg auf die nachlassenden Kämpfe im Land und die Rückeroberung von Olivenhainen durch die Regierung zurück, die die Rebellenkräfte, gegen die sie kämpfte, weitgehend besiegt hat.

Auch die klimatischen Bedingungen dürften in diesem Jahr etwas besser sein. Hohe Hitze und Luftfeuchtigkeit führten im vergangenen Jahr zu einer starken Vermehrung der Olivenfliege, die viele Früchte aus den wiederaufgebauten Olivenhainen beschädigte.

Die syrische Regierung arbeitet derzeit an der Umsetzung von Maßnahmen zur Förderung des Olivenanbaus und der Ölproduktion, darunter Schulungsseminare für Landwirte und Produzenten sowie Investitionen in Mahltechnologie.