Chinesisches Unternehmen erwirbt Mehrheitsbeteiligung am Hersteller von Filippo Berio

Das chinesische Unternehmen Bright Foods hat eine Mehrheitsbeteiligung am italienischen Olivenölhersteller Salov erworben, der die meistverkaufte Marke „Filippo Berio“ herstellt.

Die in Shanghai ansässige Bright Food Group hat eine Mehrheitsbeteiligung an der italienischen Salov-Gruppe erworben, die die Marken Sagra und Filippo Berio herstellt.

Die Shanghai Yimin No. 1 Food Factory, eine Tochtergesellschaft von Bright Food, hat den Deal mit dem Eigentümer von Salov, der Familie Fontana, am 1. Oktober abgeschlossen, wie aus einer Erklärung auf ihrer Website hervorgeht. Bright Food ist Chinas zweitgrößter Lebensmittelkonzern. Die Familie Fontana wird eine Minderheitsbeteiligung behalten.

Filippo Berio ist sowohl in den Vereinigten Staaten als auch im Vereinigten Königreich die meistverkaufte Marke, während Sagra im Heimatland der Gruppe einen großen Marktanteil hält. Die Salov-Gruppe vertreibt ihre Produkte in über 60 Ländern und erzielt einen Jahresumsatz von 330 Millionen Euro (417 Millionen US-Dollar).

Laut einer von Bright Food veröffentlichten Erklärung ist dieser Schritt eine geschäftliche Reaktion auf die sich ändernden Gewohnheiten der wachsenden chinesischen Mittelschicht, die zunehmend auf gesündere Lebensmittel setzt.

„Diese Investition in Italien entspricht dem Plan von Bright Food, die Gewohnheiten der chinesischen Bevölkerung in Richtung eines gesunden Ernährungsstils, wie beispielsweise der mediterranen Ernährung, zu lenken“, heißt es in der Erklärung.

Während die Gruppe die Olivenölproduktion in Italien beibehalten wird, kündigt das chinesische Unternehmen an, die weitere internationale Expansion der Marken von Salov zu unterstützen.

Dieser Schritt ist ein weiterer Schritt in Richtung des Ziels von Bright Food, seine internationale Präsenz zu stärken. In den letzten Jahren hat das Unternehmen Mehrheitsbeteiligungen am australischen Lebensmittelunternehmen Manassen und am britischen Unternehmen Weetabix erworben. Außerdem befindet sich die geplante Übernahme des israelischen Unternehmens Tnuva in der Endphase.