Indische Importeure müssen mit höheren Zöllen rechnen
Die höheren Zölle infolge der schlechten Olivenernte in Spanien und Italien zeichnen ein düsteres Bild für Importeure und Verbraucher, die mit höheren Verkaufspreisen rechnen müssen.
Die indische Regierung hat die Einfuhrzölle auf rohe und raffinierte Speiseöle um 5 Prozent auf 7,5 bzw. 15 Prozent angehoben. Die Bekanntmachung der Erhöhung erfolgte im vergangenen Monat durch die Zentralbehörde für Verbrauchsteuern und Zölle (CBEC) mit dem erklärten Ziel, die Interessen der einheimischen Landwirte und Ölverarbeiter zu schützen.
Fast das gesamte (95 Prozent) nach Indien importierte Olivenöl stammt aus Spanien und Italien, weitere 3 Prozent kommen aus Griechenland.
Die höheren Zölle sowie der Anstieg der Olivenölpreise infolge der schlechten Olivenernte in Spanien und Italien zeichnen ein düsteres Bild für Importeure sowie für Verbraucher, die mit deutlich höheren Verkaufspreisen konfrontiert sein werden.
„Prognosen sind schwierig, aber unsere nächste Lieferung wird bereits mit 18 Prozent mehr berechnet als die letzte, die vor zwei Monaten importiert wurde“, berichtete Aseem Soni, Direktor bei Cargill Foods India, dem Eigentümer der Olivenölmarke Leonardo, gegenüber der Zeitung The Hindu Business Line.
Besorgt über die steigenden Kosten für Olivenöl aufgrund der verheerenden Olivenernten in Europa erklärte Rajneesh Bhasin, Präsident der Indian Olive Association (IOA) und Geschäftsführer der Olivenölmarke Borges, gegenüber The Hindu Business Line, dass Olivenöl nicht den angepassten Einfuhrzöllen unterliegen sollte: „Wir fordern die Zentralregierung auf, Olivenöl von den Zöllen auszunehmen. Die Begründung für die Zollerhöhung war der Schutz der indischen Landwirte. Das trifft im Fall von Olivenöl nicht zu, da es keine lokale Produktion gibt.“
Der Inlandsverbrauch an Pflanzenölen und insbesondere an Olivenöl steigt in Indien. Die Importe von Pflanzenöl stiegen 2013–2014 um 12 Prozent auf einen Rekordwert von 11,82 Millionen Tonnen.