Die chilenische Identität durch natives Olivenöl extra stärken

Das 2006 gegründete chilenische Weingut Austral Family Estates erlangt rasch – und mit Bedacht – internationale Anerkennung.

In einem brandneuen Bürokomplex im vornehmen Stadtteil Las Condes in Santiago befinden sich die Büros von Austral Family Estates – den Herstellern preisgekrönter Olivenöle wie Aura und Kilkai.

„Wir wollten Chile auf eine Weise präsentieren, die das Bild, das die Menschen von dem Land haben, auf den neuesten Stand bringt. Juan Ramsay, Austral Family Estates

Die Familie Sarquis war in Chile bereits für ihre Immobilienprojekte (wie den Gewerbepark in Las Condes) sowie ihre chilenischen Fischereien bekannt, als sie 2006 ihr Augenmerk auf Olivenöl richtete und das Unternehmen gründete. Und Olivenöl hat unter all ihren Projekten am meisten zur nationalen Identität Chiles im Ausland beigetragen.

A bottle of Kilkai Extra Virgin Olive Oil featuring an illustration of a woman wearing traditional attire.

In etwas mehr als zehn Jahren von einem brandneuen Unternehmen zu einem preisgekrönten, vertikal integrierten und nachhaltigen Produzenten zu werden, ist keine leichte Aufgabe. Nachdem Austral ein erstklassiges Grundstück im Curicó-Tal, 200 km südlich von Santiago und 45 km vom Pazifik entfernt, ausfindig gemacht hatte, startete das Unternehmen ein umfangreiches Projekt zur Kartierung und Analyse der Böden, um die Produktion zu optimieren.

Heute beherbergt das Anwesen 1.250 Hektar bepflanzter Obstgärten mit einer hochmodernen Ölmühle im Zentrum.

Im vergangenen Jahr wurde die Kilkai-Mischung bei der New York International Olive Oil Competition mit einem Gold Award ausgezeichnet. Das fruchtige, ausgewogene native Olivenöl extra zeichnet sich laut Angaben des Unternehmens als kräftige und dennoch zugängliche Mischung aus, doch was es für das Unternehmen noch wichtiger macht, ist die Aufmerksamkeit, die es Chile verschafft.

Das Wort „Kilkai“ bezieht sich auf eine Halskette, die vom indigenen Volk der Mapuche getragen wird, und eine Illustration einer stark wirkenden, modernen Mapuche-Frau, die die Halskette trägt, nimmt einen großen Teil des Etiketts ein.

„International ist die chilenische Identität nicht sehr stark“, erklärte Juan Ramsay, Geschäftsführer von Austral. „Mit der Kilkai-Linie wollten wir Chile auf eine Weise präsentieren, die das Bild, das die Menschen von dem Land haben, auf den neuesten Stand bringt.“

Chile exportiert in großem Umfang auf den internationalen Markt, doch Ramsay glaubt, dass nur wenige Menschen das Land auf einer Karte zeigen könnten, und merkte an, dass es an kulturellen Symbolen wie dem Tango in Argentinien mangelt.

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Die Kilkai-Linie war Teil einer bewussten Initiative, dies zu ändern, und als Favorit bei internationalen Käufern und Kritikern gleichermaßen ist ihr dies gelungen. Ramsay beschreibt diese Sorte des nativen Olivenöls extra als „frisch und fruchtig“, und er arbeitet persönlich zusammen mit dem Ölmüller und einer Verkostergruppe daran, sicherzustellen, dass der Charakter der Linie von Jahr zu Jahr erhalten bleibt.

Juan Ramsay

Juan Ramsay

Das Geheimnis des erfolgreichen Geschmacksprofils von Kilkai liegt im hohen Gehalt an Polyphenolen im Öl. Ramsay erklärte, dass ein Teil des Erfolgs des Unternehmens darauf zurückzuführen ist, dass man sich der Arbequina-Olive verschrieben hat, sowie auf die Tatsache, dass das Öl spätestens drei Stunden nach der Ernte der Oliven gewonnen wird.

Und Kilkai ist nicht die einzige Submarke von Austral Family Estates, die Aufmerksamkeit erregt: Das gesamte Sortiment hat in Italien, den USA und Japan Auszeichnungen erhalten.

Mit Blick auf die Zukunft plant Austral Family Estates, die chilenische Marke durch von Köchen kreierte Rezepte und Speisenempfehlungen weiterhin direkt beim Verbraucher zu vermarkten.