Die Nachfrage nach Olivenöl in Spanien steigt, während das Land in den Coronavirus-Lockdown geht
Als besorgte Kunden in die Supermärkte strömten, stand Olivenöl ganz oben auf der Einkaufsliste vieler von ihnen. Die Fabriken laufen rund um die Uhr, um sicherzustellen, dass die Regale in den Supermärkten gefüllt bleiben.
Olivenöl gehört zu den gefragtesten Lebensmitteln in Spanien, da das Land aufgrund der Ausbreitung des Covid-19-Coronavirus mit einer beispiellosen Gesundheitskrise konfrontiert ist, so der Präsident der nationalen Agrar- und Lebensmittelgenossenschaft des Landes.
„Die Olivenölabfüller arbeiten 24 Stunden am Tag in drei Schichten, ohne den Betrieb zu unterbrechen“, sagte Ángel Villafranca gegenüber El Diario.
Nach Angaben des globalen Marktforschungsunternehmens Nielsen stiegen die Olivenölverkäufe in der letzten Februarwoche im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fünf Prozent. Die letzte Februarwoche gilt weithin als die erste Woche der Gesundheitskrise im Land.
Auch in der ersten Märzwoche stiegen die Käufe um 0,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Nielsen-Analysten führten diesen Rückgang teilweise auf die Empfehlungen der Regierung zurück, zu Hause zu bleiben, um die Ausbreitung von Covid-19 einzudämmen.
Außerhalb von Italien, dem Iran und China ist Spanien am stärksten von der Pandemie betroffen und verzeichnet zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels 767 Todesfälle und 17.147 bestätigte Fälle.
Seit der Verhängung des „Alarmzustands“ durch Ministerpräsident Pedro Sanchez am 13. März ist die Nachfrage nach Olivenöl zurückgegangen, da sich noch weniger Menschen in die Supermärkte wagen, doch die Abfüller arbeiten weiterhin so schnell wie eh und je, um die Regale im In- und Ausland gefüllt zu halten.
„Wir sprechen hier nicht nur von Spanien, sondern exportieren auch einen Großteil unserer Produkte“, sagte Villafranca. „In Italien sind weiterhin spanische Lkw unterwegs und fahren täglich zu den Lagern.“