Deoleo beantragt Aufschub für Steuerforderung in Höhe von 83 Millionen Dollar
Der spanische Olivenölgigant Deoleo, Hersteller der Marken Bertoli und Carbonell, hat einen Aufschub für eine Steuerforderung in Höhe von 63,3 Millionen Euro (83 Millionen Dollar) beantragt.
Der spanische Olivenölgigant Deoleo hat bei der italienischen Regierung einen Aufschub für eine Steuerforderung in Höhe von 63,3 Millionen Euro (83 Millionen Dollar) beantragt.
Die Schulden gehen auf die Handlungen der Tochtergesellschaft Carapelli Firenze des Konzerns zurück, die unter einer Flut von unbezahlten Zöllen, Steuerforderungen, Zinsen und Strafen leidet. Über den Antrag wird derzeit vor Gericht entschieden.
Deoleo argumentiert, dass die Altlasten von Carapelli Firenze keinen Einfluss auf die geschäftlichen Aktivitäten von Deoleo als Ganzes haben sollten, während die Zollbehörde die abhängige Tochtergesellschaft als voll in der Verantwortung des Konzerns ansieht.
Deoleo ist der weltweit führende Anbieter von abgefülltem Olivenöl, dessen Portfolio aus 15 Marken große Namen wie Bertolli in den USA und Italien sowie den spanischen Marktführer Carbonell umfasst.
Die Nachricht ist ein weiterer potenzieller Schlag für das ohnehin angeschlagene Unternehmen Deoleo, das am 28. August für das erste Halbjahr 2014 einen Nettoverlust von bis zu 25,5 Millionen Euro (33,6 Millionen US-Dollar) bekanntgab. Im gleichen Zeitraum des Jahres 2013 hatte das Unternehmen noch einen Gewinn von 4,2 Millionen Euro (5,5 Millionen US-Dollar) erzielt.
Das Unternehmen gab an, die Verluste seien auf schwächere Umsätze zurückzuführen, die im ersten Halbjahr 2014 um 6,4 Prozent auf 356,9 Millionen Euro (469 Millionen US-Dollar) gesunken seien, verbunden mit den Kosten für die Umschuldung. Anfang des Jahres schloss das Unternehmen eine Umschuldungsvereinbarung ab, die es allein 23 Millionen Euro (30,2 Millionen US-Dollar) kostete.
Das Unternehmen betonte jedoch in einer Pressemitteilung, dass nicht alles nur düster sei. Das Betriebsergebnis der Gruppe stieg um 49,7 Prozent. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg auf 41,2 Millionen Euro (54,1 Millionen US-Dollar) aufgrund verbesserter Margen in den Schlüsselmärkten Spanien, Italien und Nordamerika.