Italienische Erzeugerverbände schlagen neue Klassifizierungen für Olivenöl vor

Da andere Olivenöle gegenüber dem extra nativen Olivenöl in den Hintergrund treten, empfiehlt der Präsident von Assitol einen neuen Ansatz.

Der Präsident des italienischen Verbandes der Olivenölindustrie (Assitol), Giovanni Zucchi, hat eine neue Klassifizierung von Olivenölprodukten in der gesamten Branche gefordert. Diese Forderung ergibt sich aus der Tatsache, dass die Beliebtheit von nativem Olivenöl extra auf Kosten anderer potenziell nützlicher Olivenöle gegangen ist und damit dem gesamten Sektor geschadet hat.

Es bedarf einer grundlegenden Neugestaltung der Produktkategorien, damit die gesamte „Familie“ der Olivenöle wieder an Ansehen und Rentabilität gewinnen kann. – Giovanni Zucchi, Assitol

Zucchi ist der Überzeugung, dass eine genauere Betrachtung der verschiedenen Olivenölkategorien, ihrer Bezeichnungen und Verwendungszwecke die Branche wiederbeleben könnte, was zu einer besseren Wertschätzung der Produkte und einer besseren Information der Verbraucher führen würde.

„Natives Olivenöl ist praktisch nicht mehr auf dem Markt. Es wird immer weniger verkauft“, sagte Angelo Cremonini, Präsident von Olitalia, in Bezug auf die Vorliebe der Verbraucher für natives Olivenöl extra. „Deshalb glauben wir, dass eine grundlegende Neugestaltung der Produktkategorien erforderlich ist, damit die gesamte ‚Familie‘ der Olivenöle wieder an Ansehen und Rentabilität gewinnt.“

Laut Zucchi würde dieses Vorhaben die Verbindung von Forschung mit den Bedürfnissen des Marktes beinhalten, was zu Empfehlungen für vielfältigere Verwendungsmöglichkeiten von Olivenöl führen würde. Während beispielsweise „Extra Vergine“ ideal für den rohen Verzehr, etwa als Dressing, sei, könnte das preisgünstigere „reine“ Olivenöl zum Kochen und Braten geeignet sein, sagte er.

Zucchi erklärte, sein Ziel sei es, die gesamte Branche anzukurbeln – eine Branche, die in Italien und anderswo in Europa im vergangenen Jahr große Schwierigkeiten hatte.

„Unser Ziel ist umfassend“, erklärte Zucchi. „Wir wollen eine solide gemeinsame Basis schaffen, auf der wir ein ausgewogenes System und einen Mehrwert für alle Produkte aufbauen können. Daher ist es notwendig, die gesamte Ölbranche an einen Tisch zu bringen, mit dem Ziel, die richtigen Lösungen zur Wiederbelebung unserer Branche zu finden und zu teilen.“

Ob dies nur ein Appell an die Branche ist, ihre Kommunikation zu überdenken, oder ein Schritt, um offiziellere und konkretere Veränderungen herbeizuführen, bleibt unklar.




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