Die Einfuhren von europäischem Olivenöl nach Italien steigen sprunghaft an
Die Einfuhren von Olivenöl aus anderen EU-Ländern nach Italien sind in den letzten drei Jahren um 40 Prozent auf 537.503 Tonnen im Wirtschaftsjahr 2010/11 gestiegen.

Die Olivenölimporte aus Spanien, Griechenland und anderen EU-Ländern nach Italien sind in den letzten drei Jahren um 40 Prozent gestiegen und erreichten im Wirtschaftsjahr 2010/11 537.503 Tonnen.
Italien bleibt mit Abstand der wichtigste Bestimmungsort für den innergemeinschaftlichen Olivenölexport und nimmt laut dem Markt-Newsletter des
Internationalen Olivenrats vom Januar (PDF)
etwas mehr als die Hälfte des Gesamtvolumens auf.
Der Newsletter, der sich in diesem Monat auf den EU-internen Olivenölhandel konzentriert, berichtet, dass Frankreich mit 12 Prozent der zweitgrößte Importeur ist, gefolgt von Portugal mit 9 Prozent, dem Vereinigten Königreich und Deutschland mit jeweils 7 Prozent, Spanien mit 3 Prozent sowie Belgien und den Niederlanden mit jeweils 2 Prozent.
Siehe auch: IOC-Newsletter
Unter den EU-Ländern, die kein Olivenöl produzieren, führten Deutschland und das Vereinigte Königreich die Importrangliste an, mit 63.542 Tonnen bzw. 61.999 Tonnen im Wirtschaftsjahr 2010/11, was einem Anstieg von 12 Prozent bzw. 4 Prozent gegenüber 2007/08 entspricht. Polen hat sein Importvolumen im gleichen Zeitraum auf 9.831 Tonnen verdoppelt. Deutliche Zuwächse verzeichneten auch Dänemark mit einem Plus von 33 Prozent auf 5.964 Tonnen, Rumänien mit einem Plus von 119 Prozent auf 5.810 Tonnen und Finnland mit einem Plus von 60 Prozent auf 2.597 Tonnen.
Intra-EU-Exporte
Spanien ist der führende Exporteur und macht 72 Prozent des gesamten EU-Binnenhandels aus. Im Wirtschaftsjahr 2010/11 wurden 627.043 Tonnen innerhalb der EU umgesetzt, wobei der Großteil (65 Prozent) nach Italien ging, gefolgt von Portugal (13 Prozent), Frankreich (10 Prozent) und dem Vereinigten Königreich (6 Prozent).
Italien war 2010/11 mit 16 Prozent des Gesamtvolumens der zweitgrößte Exporteur. Ein Drittel seiner EU-internen Exporte geht nach Deutschland, gefolgt von Frankreich mit 23 Prozent und dem Vereinigten Königreich mit 13 Prozent.
Der drittgrößte Exporteur, Griechenland, macht 9 Prozent der gesamten EU-Exporte aus. Im Wirtschaftsjahr 2010/11 exportierte das Land 79.575 Tonnen – davon gingen 84 Prozent nach Italien.
Während die gesamten EU-Binnenimporte im Wirtschaftsjahr 2010/11 bei 974.456 Tonnen lagen – ein Anstieg um 23 Prozent gegenüber 2007/08 –, beliefen sich die Exporte auf lediglich 882.735 Tonnen. Wie im Newsletter festgestellt wurde: „Bemerkenswert ist, dass die Differenz zwischen den EU-internen Importen und Exporten von 41.021 Tonnen im Jahr 2007/08 auf 172.165 Tonnen im Jahr 2010/11 gestiegen ist.“ Eine Erklärung dafür wurde jedoch nicht gegeben.
Das IOC erklärte, die Daten zum EU-Binnenhandel stammten aus der EUROSTAT-Datenbank und die Zahlen für 2010/11 seien vorläufig und könnten sich noch ändern.
Weltweiter Olivenölhandel
Die internationalen Handelszahlen für Oktober und November, die ersten beiden Monate des Erntejahres 2011/12, zeigen, dass die Importe in China um 41 Prozent, in den USA um 12 Prozent, in Japan um 11 Prozent und in Brasilien um 6 Prozent gestiegen sind, in Australien jedoch um 7 Prozent und in Kanada um 1 Prozent zurückgegangen sind.
Erzeugerpreise
Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sind die Preise für natives Olivenöl extra in Spanien um 13 Prozent (1,74 €/kg), in Griechenland um 5 Prozent (1,84 €/kg) und in Italien um 23 Prozent (2,35 €/kg) gesunken.