Neunzehn Personen wegen mutmaßlichen Olivenölbetrugs festgenommen
Die spanische Polizei hat diese Woche 19 Personen festgenommen, die mutmaßlich mit einem komplexen Netzwerk in Verbindung stehen, das in einen millionenschweren Betrugsfall im Zusammenhang mit Olivenöl sowie in Geldwäsche und Steuerhinterziehung verwickelt ist.
Die spanische Polizei hat diese Woche 19 Personen festgenommen, die mutmaßlich mit einem komplexen Netzwerk in Verbindung stehen, das in einen millionenschweren Betrug mit Olivenöl, Geldwäsche und Steuerhinterziehung verwickelt ist.
Laut „Diario Jaén
“ geht die Polizei – die am Mittwoch nach einjährigen Ermittlungen einer in Madrid ansässigen Einheit für Wirtschaftskriminalität zugeschlagen hat – davon aus, dass die an dem „Ring“ beteiligten Unternehmen andere, minderwertigere Pflanzenöle als „extra vergine“ verkauft haben.Die Zeitung berichtete, dass es sich bei den meisten Festgenommenen um Geschäftsinhaber oder Manager von Olivenölmühlen in verschiedenen Teilen der Provinz Jaén handelte.
Unter ihnen befand sich der Geschäftsmann Enrique Fuentes Ibáñez, dem bereits im separaten Fall „Iniosa“ eine 13-jährige Haftstrafe droht. In diesem Fall werfen spanische Staatsanwälte ihm vor, der Drahtzieher eines mutmaßlichen Betrugs zu sein, bei dem mehr als 200 Olivenbauern in Jaén und Córdoba ihre Olivenernten der Jahre 2001 und 2002 an ein Unternehmen lieferten, das später Insolvenz anmeldete und sie ohne Bezahlung zurückließ.
Zwei seiner Söhne sollen unter den 19 Festgenommenen dieser Woche gewesen sein, die alle inzwischen angeklagt und bis zum Prozess auf freien Fuß gesetzt wurden. Weitere Festnahmen werden erwartet.
Die Zeitung berichtete, man gehe davon aus, dass „die Festgenommenen Teil eines Unternehmensnetzwerks waren, das ‚Strohmann‘-Firmen, Briefkastenfirmen und Steueroasen umfasste“, das zudem angeblich Steuern in Millionenhöhe hinterzogen habe.