Spanien prognostiziert eine Produktion von 1,2 Millionen Tonnen

Der weltweit führende Produzent gab bekannt, dass die Ernte 2015–2016 voraussichtlich 1,2 Millionen Tonnen Olivenöl einbringen werde.

Die andalusische Ministerin für Landwirtschaft, Fischerei und ländliche Entwicklung, Carmen Ortiz, gab heute bekannt, dass die Regierung für die Erntesaison 2015–2016 einen erheblichen Anstieg der Olivenproduktion erwartet.

Die nationale Olivenölproduktion könnte 1,2 Millionen Tonnen erreichen, sagte sie, was einem Anstieg von 43 Prozent gegenüber der Vorjahresproduktion von knapp über 800.000 Tonnen entspricht.

Allein in Andalusien könnte die Produktion 1 Million Tonnen Öl übersteigen, was einem Anstieg von 53 Prozent entspricht.

Es ist Spaniens führende Olivenöl-Produktionsregion, Jaén – die im vergangenen Jahr einen der stärksten Produktionsrückgänge verzeichnete –, die diesmal den beeindruckendsten Anstieg verzeichnen dürfte. Schätzungen gehen davon aus, dass die Produktion dort 485.000 Tonnen Olivenöl erreichen wird, was einem Anstieg von 111 Prozent gegenüber der Ernte 2014–2015 entspricht.

Auch für andere andalusische Regionen werden Produktionssprünge prognostiziert: Córdoba mit einem Plus von 54 Prozent, Málaga mit 24 Prozent, Cádiz mit 17 Prozent und Almería mit 16 Prozent.

Die Regionen Granada und Sevilla werden in etwa das gleiche Niveau halten, während Huelva, dessen Produktion im letzten Jahr nicht beeinträchtigt war, in diesem Jahr sogar einen Rückgang von 37 Prozent verzeichnen könnte.

Die Gesamtwachstumsprognose, auch wenn es sich nur um eine vorläufige Schätzung handelt, könnte nach der geringen Produktion des letzten Jahres eine große Erleichterung darstellen.

Ortiz erklärte, dass Spanien dank der Kombination aus der Produktion des kommenden Jahres und den verbleibenden Lagerbeständen seinen Inlandsbedarf von rund 500.000 Tonnen decken und gleichzeitig etwa 800.000 Tonnen ins Ausland exportieren könne.

Die Prognose war nicht nur für die Branche eine willkommene Nachricht – auch die Verbraucher könnten aufgrund des Produktionsanstiegs mit niedrigeren Olivenölpreisen rechnen.

Ortiz wies jedoch darauf hin, dass es sich bei den Zahlen um erste Schätzungen handele, die sich im Laufe der kommenden Erntemonate aufgrund verschiedener Faktoren noch ändern könnten.