US-Handelsbeauftragter hält öffentliche Anhörung zu Olivenölzöllen ab

Zu den Zeugen, die bei der Anhörung aussagen werden, gehört der Geschäftsführer der North American Olive Oil Association, die zudem eine Petition in Umlauf gebracht hat, um Olivenöl von der Liste zu streichen.

Der Handelsbeauftragte der Vereinigten Staaten (USTR) hält am 15. Mai in Washington eine öffentliche Anhörung ab, um Stellungnahmen zu seiner Liste mit vorgeschlagenen Zöllen in Höhe von 11 Milliarden Dollar auf Importe aus der Europäischen Union einzuholen, zu denen auch Olivenöl gehört.

Joseph R. Profaci, Geschäftsführer der North American Olive Oil Association (NAOOA), teilte der Olive Oil Times mit, dass er bereits beantragt habe, bei der Anhörung öffentlich auszusagen. Der 6. Mai ist der letzte Tag, an dem Anträge auf eine Aussage eingereicht werden können.

Die NAOOA verbreitet zudem eine Petition, um Olivenöl von der Liste der vorgeschlagenen Zölle zu streichen. Die Petition hat in den ersten 10 Tagen 250 Unterschriften erhalten, und Profaci geht davon aus, dass diese Zahl deutlich steigen wird, da der Branchenverband weiterhin auf das Thema aufmerksam macht.

Die Vereinigten Staaten verbrauchten im vergangenen Jahr 315.000 Tonnen Olivenöl, von denen etwa 200.000 Tonnen aus der Europäischen Union importiert wurden.

„Sollte Olivenöl trotz unserer Bemühungen auf der endgültigen Liste landen, ist nicht abzusehen, wie hoch der Zoll sein wird oder um wie viel die Preise steigen könnten“, sagte Profaci.

Die Richtlinien des US-Handelsbeauftragten (USTR) deuten darauf hin, dass die Zölle zwischen 0,034 und 0,176 US-Dollar pro Kilogramm liegen könnten. Dies wird jedoch durch eine Entscheidung der Welthandelsorganisation (WTO) festgelegt, die noch in diesem Jahr erwartet wird.