Der Olivenölverbrauch in Spanien steigt weiter an

Einem neuen Bericht des Ministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Fischerei zufolge stieg der Olivenölverbrauch das zweite Jahr in Folge um mehr als drei Prozent. Dabei war die Nachfrage nach nativem Olivenöl extra der Haupttreiber.

Laut einem kürzlich veröffentlichten Bericht des spanischen Ministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Fischerei stieg der Verbrauch an nativem Olivenöl extra in Spanien von 2018 bis 2019 um mehr als 13 Prozent.

Die Spanier verbrauchten 2019 mehr als 138 Millionen Liter natives Olivenöl extra, was einem Pro-Kopf-Verbrauch von etwa drei Litern entspricht – ein Anstieg um fast einen halben Liter im Vergleich zu 2018.

Unabhängige junge Menschen und Rentner waren die beiden Bevölkerungsgruppen, die mit 23,2 Prozent bzw. 21,3 Prozent den größten Anstieg beim Verbrauch verzeichneten. Unabhängige Erwachsene waren die einzige Bevölkerungsgruppe, bei der der Verbrauch an nativem Olivenöl extra zurückging.

Dem Bericht zufolge machte natives Olivenöl extra etwas mehr als 25 Prozent der Gesamtmenge an Speiseölen aus, die 2019 in Spanien konsumiert wurden.

Zu den Gründen für den Anstieg des Verbrauchs zählen die anhaltend niedrigen Olivenölpreise im Land. Von 2018 bis 2019 sank der Durchschnittspreis für einen Liter natives Olivenöl extra um fast 17 Prozent.

Der Bericht stellte zudem fest, dass der Gesamtverbrauch an Olivenöl um 3,3 Prozent stieg und etwa 356 Millionen Liter erreichte.

Im Jahr 2018 meldete das Ministerium, dass der Olivenölverbrauch um 3,5 Prozent gestiegen sei, was den größten Anstieg dieser Art seit einem Jahrzehnt darstellte. Die neuesten Erkenntnisse zeigen, dass die Nachfrage im weltweit größten Produzenten und Verbraucher von Olivenöl weiterhin steigt.

Während der Appetit des Landes auf Olivenöl wächst, zeigten die Daten des Ministeriums, dass der Verzehr von Tafeloliven im Jahr 2019 leicht zurückgegangen war und um fast drei Prozent auf 112 Millionen Kilogramm (247 Millionen Pfund) sank.