Olivenölimporte in die USA erholen sich, in China und Brasilien hingegen weniger

Die Olivenölimporte der USA haben sich wieder kräftig erholt, doch auf den anderen Schlüsselmärkten China und Brasilien sieht es nicht ganz so gut aus.

Die Olivenölimporte in die Vereinigten Staaten erholten sich von April bis Juni und sorgten dafür, dass der weltweit größte Markt im Vergleich zur letzten Saison endlich wieder ein Wachstum verzeichnete – und zwar von vier Prozent.

Neue Zahlen des Internationalen Olivenölrats (IOC) zeigen zudem, dass die Lieferungen in Kanada um 19 Prozent und in Japan um 5 Prozent gestiegen sind, doch in anderen wichtigen Märkten sind die Nachrichten nicht so gut: Die Importe sind in China um 18 Prozent, in Brasilien um 3 Prozent und in Australien um 3 Prozent zurückgegangen.

Die IOC-Daten umfassen die Importe von Olivenöl und Oliventresteröl für den Zeitraum Oktober 2013 bis Juni 2014, also die ersten neun Monate des Erntejahres 2013/14, und wurden im aktuellen Newsletter des IOC veröffentlicht.

Daten für Russland lagen nur bis April 2014 vor, zeigten jedoch einen Anstieg um 8 Prozent im Vergleich zu den Importen in den gleichen sieben Monaten der vergangenen Saison. Ebenso lagen die EU-Daten nur bis Mai vor, doch die innergemeinschaftlichen Käufe stiegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 12 Prozent; die Importe aus Ländern außerhalb der EU gingen hingegen um mehr als die Hälfte zurück – ein Rückgang, der laut IOC „angesichts der hohen Produktion Spaniens“ logisch erscheine.

China und Korea

Das IOC erklärte, die chinesischen Importe von Olivenöl und Oliventrester seien in den rund zehn Jahren bis 2011/12 exponentiell gestiegen, gingen jedoch in der folgenden Saison um 6 Prozent zurück – von 45.058 Tonnen auf 42.379 Tonnen – um dann in den ersten sieben Monaten dieser Saison einen weiteren „starken Rückgang“ zu verzeichnen. Trotz einer Erholung im Zeitraum Mai bis Juli „deutet alles darauf hin, dass die (chinesischen) Importe niedriger ausfallen werden als 2011/12“, so das IOC.

Positiv zu vermerken ist, dass Südkorea in den zehn Monaten bis Juli etwas mehr als 13.000 Tonnen importierte – ein Anstieg um ein Drittel gegenüber dem gleichen Zeitraum der letzten Saison.

Quelle: IOC
Quelle: IOC