Behörde für Lebensmittelsicherheit warnt: Bakterien bedrohen Olivenbäume in ganz Europa
Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) warnt davor, dass sich Xylella fastidiosa von Apulien auf Olivenhaine in ganz Europa ausbreiten könnte.
Nach dem jüngsten Ausbruch von Xylella fastidiosa
in der süditalienischen Region Apulien, von dem mehrere tausend Hektar Olivenplantagen betroffen waren, hat die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) davor gewarnt, dass sich das Bakterium auf Olivenhaine in ganz Europa ausbreiten könnte.
Eine kürzlich
vom EFSA-Gremium für Pflanzengesundheit veröffentlichte Studie
hat das Risiko für die Pflanzengesundheit durch Xylella fastidiosa in der gesamten Europäischen Union (EU) untersucht und verschiedene Möglichkeiten zur Risikominderung aufgezeigt. Das Bakterium wird von Insekten übertragen und verursacht eine Vielzahl von Krankheiten bei vielen verschiedenen Pflanzenarten.
Derzeit ist in Europa nur ein Stamm von Xylella fastidiosa verbreitet, der auf die Region Apulien beschränkt ist, wo er unter Kontrolle ist. Die Studie warnt jedoch davor, dass sich das Bakterium auf andere Länder in der EU ausbreiten und erhebliche Ernteschäden und -verluste verursachen könnte. Schädlinge, die Xylella fastidiosa übertragen, können den Transport überleben und in Pflanzen vorkommen, die in Baumschulen für die Wiederbepflanzung an anderen Standorten gezüchtet werden.
Zwar könnte der Einsatz von Insektiziden die Ausbreitung eindämmen, doch weist die Studie darauf hin, dass dies negative Auswirkungen auf die Umwelt haben kann. Die vorgeschlagenen Ansätze zur Bekämpfung des Problems konzentrieren sich auf Prävention und die Eindämmung von Ausbrüchen, was Maßnahmen wie schädlingsfreie Produktionsstätten, Überwachung, Zertifizierungssysteme zur Bestätigung der Xylella-fastidiosa-Freiheit von Pflanzen, Gewächshausproduktion, Insektenbekämpfung, Tests von Pflanzenvermehrungsmaterial sowie eine angemessene Vorbereitung, Behandlung und Kontrolle von Pflanzensendungen umfasst.