In Olivenöl gebratene Speisen sind möglicherweise nicht gesundheitsschädlich
Nach Angaben der spanischen Kohorte der Europäischen Prospektiven Untersuchung zu Krebs und Ernährung (EPIC) schaden frittierte Speisen dem Herzen möglicherweise nicht, solange sie in Olivenöl frittiert werden.
Nach Angaben der spanischen Kohorte der „European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition“ (EPIC) schaden frittierte Speisen dem Herzen möglicherweise nicht, solange sie in Olivenöl frittiert werden.
In dieser im „British Medical Journal“ veröffentlichten Studie sammelten die Forscher über einen Zeitraum von zehn Jahren Daten von 40.757 Erwachsenen im Alter von 29 bis 69 Jahren, die zu Beginn der Studie keine koronare Herzkrankheit aufwiesen. Nach der Auswertung der Daten wurde kein Zusammenhang zwischen dem Verzehr von frittierten Lebensmitteln – nach Bereinigung um Energiezufuhr, Alter und Geschlecht – und koronaren Herzerkrankungen festgestellt.
Obwohl Frittieren allgemein als ungesund gilt, vor allem weil es die Kalorien- und Fettaufnahme erhöht, kann es unter bestimmten Umständen Teil einer gesunden Ernährung sein. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass die frittierten Speisen in diesem Fall hauptsächlich in Olivenöl frittiert wurden, das nicht wiederverwendet wurde.
Die Forscher wiesen darauf hin, dass diese Ergebnisse im Kontext einer traditionellen mediterranen Ernährung mit verstärktem Einsatz von Olivenöl zu sehen sind, das beim Frittieren weniger anfällig für Qualitätsverluste ist. Das Frittieren mit anderen Fetten, die mehrfache Wiederverwendung von Öl oder der Verzehr salzreicher frittierter Snacks könne nach wie vor schädlich sein, fügten sie hinzu.
Die Lehre, die man daraus ziehen kann, ist, dass Olivenöl das bevorzugte Öl zum Braten ist, und wenn man sich mediterran ernährt, sind gelegentliche frittierte Speisen vielleicht doch nicht so schlimm.
