Weitere Belege dafür, dass die mediterrane Ernährung vor Diabetes schützt
Eine neue Metaanalyse zeigt, dass eine mediterrane Ernährung nicht nur das Diabetesrisiko senkt, sondern dies bei Personen mit erhöhtem Risiko für Herzerkrankungen in noch stärkerem Maße der Fall ist.

Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass eine Ernährung nach mediterranem Vorbild das Diabetesrisiko senken kann. Nun belegt eine neue Metaanalyse, dass diese Ernährungsweise nicht nur das Risiko für diese chronische Erkrankung verringert, sondern dies bei Personen mit erhöhtem Herzinfarktrisiko in noch stärkerem Maße der Fall ist.
Griechische Forscher der Harokopio-Universität in Athen führten eine Auswertung von 19 Originalstudien durch, in denen mehr als 162.000 Teilnehmer über einen Zeitraum von durchschnittlich 5,5 Jahren beobachtet wurden. Die Analyse dieser Studien ergab, dass das Diabetesrisiko bei Personen, die sich mediterran ernährten – gekennzeichnet durch einen hohen Verzehr von Gemüse, Obst, Olivenöl und Hülsenfrüchten sowie mäßigen Weinkonsum –, um 21 Prozent gesenkt wurde.

Die Forscher stellen fest, dass dieser Effekt bei Teilnehmern, die ein hohes Risiko für Herzerkrankungen hatten und für die die Diabetesprävention besonders wichtig ist, noch größer war. Diese Untergruppe wies im Vergleich zur Kontrollgruppe, die sich überwiegend westlich ernährte, eine um 27 Prozent geringere Wahrscheinlichkeit auf, an Diabetes zu erkranken.
Ein wesentlicher Aspekt dieser Übersichtsarbeit ist die Tatsache, dass diese Studien sowohl europäische als auch außereuropäische Bevölkerungsgruppen umfassten. Laut Demosthenes Panagiotakos, Professor an der Harokopio-Universität in Athen und leitender Forscher, ist dies wichtig, da die meisten Studien in Europa durchgeführt wurden und es Bedenken hinsichtlich möglicher Störfaktoren in diesen Regionen gab, darunter Genetik, Umwelt und Lebensstil. Die Ergebnisse dieser Metaanalyse haben gezeigt, dass eine mediterrane Ernährung Menschen auf der ganzen Welt zugutekommen kann – nicht nur im Mittelmeerraum.
Anfang dieses Jahres zeigte auch die laufende Interventionsstudie Predimed in Spanien, dass eine mediterrane Ernährung das Diabetesrisiko bei älteren Menschen um 30 Prozent senkte, während Daten der griechischen Teilnehmer der European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition, die über 22.000 Personen untersuchte, zeigten, dass eine mediterrane Ernährung die Diabetesinzidenz um 20 Prozent reduzierte.
Die Forschungsergebnisse werden auf der 63. jährlichen wissenschaftlichen Tagung des American College of Cardiology vorgestellt.
- American College of Cardiology
- Diabetologia: Mittelmeerdiät und glykämische Last im Zusammenhang mit der Inzidenz von Typ-2-Diabetes: Ergebnisse der griechischen Kohorte der bevölkerungsbasierten European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition (EPIC)
- Annals of Internal Medicine: Prävention von Diabetes durch mediterrane Ernährung: Eine Subgruppenanalyse einer randomisierten Studie