Olivenöl im Kampf gegen Osteoporose
Eine neue Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Olivenöl eine wichtige Rolle bei der künftigen Entwicklung von Medikamenten und bei der Ernährung von Patienten mit Osteoporose spielen könnte.

Die Ergebnisse einer in dieser Woche veröffentlichten Studie zu möglichen Behandlungsmethoden für Osteoporose haben ergeben, dass Olivenöl sowohl bei der künftigen Entwicklung von Medikamenten als auch bei der Ernährungsversorgung der Patienten eine Rolle spielen könnte.
Osteoporose ist eine Erkrankung, die durch einen Rückgang der Knochenmasse gekennzeichnet ist, was wiederum dazu führt, dass die Struktur des Knochengewebes brüchig wird. Dies kann das Risiko von Knochenbrüchen erhöhen, sodass selbst kleinste Stöße für Betroffene potenziell lebensbedrohlich sein können.
Die Krankheit tritt besonders häufig bei Frauen nach der Menopause auf, bei denen eine verminderte Östrogenproduktion die Knochenstruktur schwächt und am häufigsten die Rippen, Handgelenke und Hüften betrifft. Für diese Studie interessierten sich die Wissenschaftler insbesondere dafür, wie eine Nahrungsergänzung mit Olivenöl Frauen in dieser Gruppe helfen könnte.
Siehe auch: Gesundheitliche Vorteile
von Olivenöl
Es wurden Tests an Ratten durchgeführt, die ähnliche Bedingungen wie Frauen in den Wechseljahren aufwiesen, wobei eine Gruppe oral mit Olivenöl behandelt wurde. Am Ende des Experiments wurden Blutproben entnommen und auf den Gehalt an Kalzium, Phosphor, alkalischer Phosphatase (ALP), Malondialdehyd (MDA) und Nitraten untersucht.
Die Ergebnisse zeigten, dass Ratten, die nicht mit Olivenöl behandelt wurden, einen signifikanten Rückgang des Kalziumspiegels sowie einen signifikanten Anstieg der Plasmawerte für ALP, MDA und Nitrate aufwiesen.
Die Einnahme von Olivenöl erwies sich als vorteilhaft und milderte diese Veränderungen sowie wirkte sich positiv auf die Knochendichte aus.
Die Ernährung spielt eine wichtige Rolle bei der Erhaltung gesunder Knochen. Daher ist es wichtig, kalzium- und Vitamin-D-reiche Lebensmittel sowie solche zu essen, die Mineralstoffe wie Phosphor, Magnesium, Zink, Bor, Eisen, Fluorid und Kupfer enthalten. Ärzte empfehlen oft Lebensmittel wie Nüsse, Samen, Bohnen und Getreide, um den Mineralstoffhaushalt zu verbessern, während Lebertran und Fisch wie Thunfisch und Lachs als gute Vitamin-D-Quellen gelten. Wenn es um die Verbesserung des Kalziumspiegels geht, werden sehr oft Milchprodukte wie Joghurt, Käse und angereicherte Milch empfohlen, aber auch Olivenöl kann eine gute Quelle sein. In einer Tasse (216 mg) enthält Olivenöl 2,2 mg Kalzium sowie wichtige Mineralstoffe wie Eisen (1,2 mg), Kalium (2,2 mg) und Natrium (4,3 mg).
Olivenöl wird nicht die einzige Lösung im anhaltenden Kampf gegen postmenopausale Osteoporose sein, doch da es im Labor gute Ergebnisse gezeigt hat, sind die Wissenschaftler zu dem Schluss gekommen, dass es ein vielversprechender Kandidat für zukünftige Behandlungen der Krankheit ist.
Die Autoren der Studie sind Dr. Nermine K. Saleh und Dr. Hanan A. Saleh von der Ain-Shams-Universität in Ägypten.