Studie untersucht funktionelle Inhaltsstoffe in Oliventrester

Im Rahmen eines spanischen Forschungsprojekts wird der Einsatz von Oliventresterpaste für die Entwicklung neuer Gesundheitsprodukte untersucht.

Im Rahmen von NUDACE, einem spanischen Forschungsprojekt, das sich auf die Gewinnung von Nutrazeutika und funktionellen Inhaltsstoffen aus Oliven konzentriert, werden neue Verwendungsmöglichkeiten und Vorteile von Oliventresterpaste untersucht, um degenerative Prozesse im Zusammenhang mit dem Alterungsprozess zu bekämpfen.

Bislang wurden interessante Erkenntnisse hinsichtlich der funktionellen Wirkungen der bisher gewonnenen Extrakte gewonnen. – Marga Fernández, AINIA

Nutrazeutika sind aus Lebensmitteln oder pflanzlichen Produkten isolierte Substanzen, die vielfältige ernährungsphysiologische und therapeutische Eigenschaften aufweisen. Sie werden in der Regel in medizinischen Formen verkauft, die normalerweise nicht mit Lebensmitteln in Verbindung gebracht werden.

Ein Forschungskonsortium, bestehend aus der Matarromera-Gruppe, dem spanischen Ministerium für Wirtschaft und Wettbewerbsfähigkeit, dem Institut für Biologie und Molekulargenetik (IBGM-CSIC) und AINIA, einer spanischen Forschungseinrichtung, arbeitet an der Identifizierung dieser nützlichen Substanzen in Oliventresterpaste, um die Extraktionsverfahren zu verbessern und die gesundheitsfördernden Eigenschaften von Olivenölen zu verstärken.

Olivenpressrückstände sind ein Nebenprodukt der Olivenölherstellung. Sie bestehen aus Wasser, Schalen und Kernen, die nach der Extraktion zurückbleiben, und bieten aufgrund ihrer antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften Potenzial für die Entwicklung von Gesundheitsprodukten.

Abhängig von Faktoren im Zusammenhang mit dem Olivenanbau und der Verarbeitung weist die Oliventresterpaste unterschiedliche chemische, physikalische und biologische Eigenschaften auf, die sich in den extrahierten Verbindungen widerspiegeln.

Die für das Projekt verwendete Paste wird von Oliduero bereitgestellt, einer Olivenölmühle, die zur Matarromera-Gruppe gehört. Sie befindet sich in Kastilien und León, einer spanischen Region mit kontinentalem Klima.

Für das gemeinsame F&E-Projekt wurden verschiedene Projektphasen und Zuständigkeiten festgelegt.

Olivenpressrückstände, die in einer modernen Ölmühle als Produktionsabfall gesammelt werden

AINIA überwacht die Entwicklung des Verfahrens zur Gewinnung von Extrakten aus Olivenpressrückständen, die reich an bioaktiven Verbindungen wie Polyphenolen und Triterpensäuren sind. Triterpene stehen in Zusammenhang mit vielen Heilpflanzen, die gegen Erkrankungen eingesetzt werden, an denen das Immunsystem beteiligt ist. In dieser Phase werden verschiedene Extraktionsverfahren untersucht, um deren Nachhaltigkeit sowie langfristige technische und finanzielle Machbarkeit zu ermitteln.

Das IBGM-CSIC ist für die Identifizierung der entzündungshemmenden und antioxidativen Wirkungen der extrahierten Verbindungen zuständig, um deren Einfluss auf den Alterungsprozess zu untersuchen.

„Die ersten Forschungsergebnisse sehen vielversprechend aus. Bislang wurden interessante Erkenntnisse hinsichtlich der funktionellen Wirkungen der gewonnenen Extrakte gewonnen“, berichtete Marga Fernández, Kommunikationsbeauftragte bei AINIA.

Sobald diese Nutrazeutika identifiziert sind, wird die Matarromera-Gruppe an der Optimierung der Olivenöl-Produktionsprozesse arbeiten, um die Konzentration dieser Nutrazeutika zu erhöhen, das Öl anzureichern und es gesünder und stabiler zu machen. Dies wird auch dazu beitragen, festzustellen, welche Variablen im Produktionsprozess einen Einfluss auf die Menge an Mikronährstoffen und bioaktiven Verbindungen im Endprodukt sowie auf deren potenzielle gesundheitliche Vorteile haben könnten.

Die Forschungsarbeiten werden voraussichtlich 2019 abgeschlossen sein.