Ein Programm zur Verbesserung der landwirtschaftlichen und industriellen Praktiken im Olivenanbau in Marokko
Mit einem Anteil von fünf Prozent am Bruttoinlandsprodukt des Landes ist der Olivenanbau einer der Schwerpunkte des Projekts „Grünes Marokko“ (Plan Maroc Vert).
Über 1.000 Fachleute aus dem ganzen Land nahmen letzte Woche an einem Fortbildungsprogramm teil, das vom marokkanischen Branchenverband für Oliven (Fédération interprofessionnelle marocaine de l’olive – Interprolive) in Zusammenarbeit mit dem Nationalen Amt für Landwirtschaftsberatung (Office national du conseil agricole – ONCA) und dem Nationalen Amt für Lebensmittelsicherheit (Office national de sécurité sanitaire des produits alimentaires – ONSSA) organisiert wurde.
Das Schulungsprogramm, das Themen wie Produktivität, Qualität, Schädlinge und Krankheiten sowie rechtliche Aspekte abdeckte, wurde an 43 Standorten in den Olivenanbaugebieten von Fès-Meknès, Marrakesch-Safi, Béni Mellal-Khénifra, l’Oriental, Tanger-Tétouan-Al Hoceima sowie Rabat-Salé-Kénitra durchgeführt. Das oberste Ziel des Programms war die Förderung einer qualitativ hochwertigen Produktion von Olivenprodukten wie Öl und Tafeloliven.
Mit einem Anteil von fünf Prozent am Bruttoinlandsprodukt des Landes ist die Olivenproduktion einer der Schwerpunkte des „Green Morocco Project“ (Plan Maroc Vert). Seit dem Start des Plans im Jahr 2008 ist der Olivensektor einer der Schwerpunkte, mit dem Ziel, ihn zu modernisieren und die Produktion zu steigern. Zu den Maßnahmen gehörte der Kapazitätsaufbau für den Zeitraum 2014 bis 2016, in den dieses Schulungsprogramm fällt.
Seit 2008 hat Marokko seine Olivenproduktion auf 1,5 Millionen Tonnen fast verdoppelt und über 300.000 neue Arbeitsplätze geschaffen. Heute gibt es 784.000 Hektar Olivenhaine, und jährlich werden 120.000 Tonnen Olivenöl sowie 90.000 Tonnen Tafeloliven produziert. Das Land ist der zweitgrößte Exporteur von Tafeloliven weltweit und exportiert 64.000 Tonnen Oliven sowie 17.000 Tonnen Olivenöl.
Im Rahmen der Ziele des „Green Morocco Plan“ soll der Olivenanbau auf eine Fläche von 1.220.000 Hektar ausgeweitet und die Produktion bis 2020 auf 2,5 Millionen Tonnen gesteigert werden.