Die Ernteprognosen für Spanien steigen weiter
Frühere Prognosen gingen davon aus, dass die spanische Ernte im Sommer bei etwa einer Million Tonnen liegen würde. Die neueste Schätzung sagt einen um 20 Prozent höheren Ertrag voraus.
Die endgültige Schätzung für die Olivenölernte 2019 in Spanien beläuft sich laut Daten, die von Oleorevista erhoben und ausgewertet wurden, auf 1,2 Millionen Tonnen und liegt damit etwa acht Prozent unter dem gleitenden Fünfjahresdurchschnitt.
Die Daten stammen von verschiedenen Olivenölproduzentenverbänden sowie mehreren Regionalregierungen.
Andalusien, die mit Abstand größte Olivenöl produzierende Region des Landes, rechnet mit einer Ernte von etwa 984.000 Tonnen. Diese Zahl entspricht einem Rückgang von 32 Prozent gegenüber der Rekordernte des Vorjahres und einem Rückgang von sieben Prozent im Vergleich zum gleitenden Fünfjahresdurchschnitt.
Die endgültige Schätzung für die Ernte 2019 wurde kontinuierlich nach oben korrigiert, was zum Teil auf die guten Wetterbedingungen im Herbst zurückzuführen ist. Im Sommer hatten die Erzeugerorganisationen die Produktion noch auf etwa eine Million Tonnen geschätzt.
Für viele Olivenöl produzierende Länder im Mittelmeerraum werden für 2019 gute Ernten prognostiziert, was Spaniens bereits beträchtliche Olivenölvorräte voraussichtlich auf zwei Millionen Tonnen ansteigen lassen wird.
© Olive Oil Times | Datenquelle: Internationaler Olivenrat
„[Wir müssen] viel mehr Öl verkaufen, um sicherzustellen, dass Produktion und Verbrauch im Gleichgewicht bleiben, und aus diesem Gleichgewicht ergibt sich ein [nachhaltiger] Preis“, erklärte der spanische Verband junger Landwirte und Viehzüchter (Asaja) als Reaktion auf die jüngste Ernteprognose.