Andalusien will mit einer Tourismusinitiative die Olivenproduktion rentabler machen

Die mit 1,4 Millionen Euro dotierte Tourismusinitiative soll dazu beitragen, Angebote im Bereich des Olivenöl-Tourismus in der gesamten Autonomen Gemeinschaft zu fördern.

Die Regionalregierung von Andalusien, Spaniens größter Olivenanbauregion, arbeitet mit Gruppen zur ländlichen Entwicklung zusammen, um den Olivenöltourismus zu fördern und so die lokale Wirtschaft zu diversifizieren.

Tourismusinitiativen rund um die Kultur des Olivenanbaus, wie geführte Besichtigungen von Olivenhainen und Ölmühlen sowie Verkostungen und Einführungen in die lokale Gastronomie, gehören zu den Projekten, die mit 1,4 Millionen Euro gefördert werden, wie das andalusische Ministerium für Landwirtschaft, Viehzucht, Fischerei und nachhaltige Entwicklung bekannt gab.

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Obwohl die südspanische Region der weltweit größte Produzent und Exporteur von Olivenöl ist, sieht sie sich mit einem Rückgang der Zahl der Olivenbauern konfrontiert, der auf mangelnde Rentabilität und den demografischen Wandel von ländlichen Gebieten hin zu Städten zurückzuführen ist.

Etwa 22 Prozent der Olivenhaine in der Region sind nicht mechanisierbar, was bedeutet, dass sie aufgrund der steilen Hanglage manuell geerntet werden müssen. Dieser mühsame und kostspielige Prozess hat laut einer Studie des spanischen Verbandes der Olivenanbaugemeinden zur Aufgabe von mehr als 130.000 Hektar Olivenhainen geführt.

Eine separate Studie von Deoleo ergab, dass weiteren 500.000 Hektar in den nächsten 10 Jahren das gleiche Schicksal droht.

Als Reaktion auf diese Herausforderungen strebt die Regionalregierung eine Diversifizierung der wirtschaftlichen Möglichkeiten in der Region an, indem sie „Olivenöl-Tourismuserlebnisse“ schafft.

Das kürzlich angekündigte Paket umfasst auch Fördermittel für die Produktion von biologischem nativem Olivenöl extra, Maßnahmen zum Schutz der Biodiversität und Strategien zur Anpassung an den Klimawandel sowie die Förderung der Beteiligung von mehr jungen Menschen und Frauen in diesem Sektor.

Ein weiterer wichtiger Impuls für Andalusiens Olivenöl-Tourismusbranche könnte sich abzeichnen, sollte es Spanien gelingen, seine Landschaft „Meer der Oliven“ in die UNESCO-Welterbeliste aufnehmen zu lassen. Das spanische Kulturministerium wird die Kandidatur dieser einzigartigen Landschaft, die aus 66 Millionen Olivenbäumen besteht und sich über 590.000 Hektar erstreckt, im Jahr 2022 einreichen, wobei die endgültige Entscheidung im Jahr 2023 fallen soll.