Los Olivos: Die kalifornische Stadt, in der es Oliven im Überfluss gibt
Los Olivos im Santa Ynez Valley bei Santa Barbara, Kalifornien, ist ein Ort voller Kultur und Geschichte.
Die Stadt Los Olivos in Kalifornien veranstaltete kürzlich ihr 13. jährliches Jazz & Olive Festival. Die vom Rotary Club Los Olivos organisierte jährliche Veranstaltung bot Verkostungen von Weinen aus dem Santa Ynez Valley, lokale Gastronomiebetriebe, die Gerichte mit Olivenöl oder Oliven servierten, sowie Jazzmusik von mehreren renommierten Jazzbands, die den ganzen Tag über auftraten.
Die Veranstaltung rückt zwei der Dinge in den Vordergrund, für die die als Los Olivos bekannte Gegend am bekanntesten ist: Oliven und Wein. Los Olivos liegt im Santa Ynez Valley von Santa Barbara, Kalifornien, und ist ein Ort, der reich an Kultur und Geschichte ist.
Die Anfänge der Stadt lassen sich bis in die 1880er Jahre zurückverfolgen, als die Pacific Coast Railway entlang der kalifornischen Küste entstand. Etwa zu dieser Zeit erwarb ein junger Mann namens Alden March Boyd im Jahr 1885 in der Kleinstadt Ballard ein über 157 Acres großes Grundstück. Dort pflanzte er auf seinem Land Tausende von Olivenbäumen – genau genommen 5.000 Bäume. Er gab dem Anwesen den passenden Namen Rancho De Los Olivos.
Zwei Jahre später, im Jahr 1887, vollendete die Pacific Coast Railway ihre Verlängerung entlang der kalifornischen Küste bis nach Los Alamos. Die Eisenbahngesellschaft beschloss, die Stadt nach den endlosen Reihen von Olivenbäumen zu benennen – zunächst hieß sie El Olivar, dann El Olivos und schließlich Los Olivos.
Heute ist die Region Los Olivos dafür bekannt, einige der besten Olivenöle der Welt zu produzieren. In den letzten zehn Jahren hat die Zahl der Olivenölverkostungen in der Region zugenommen, die mittlerweile mit dem Weinangebot der Region gleichziehen.
Ein Vorreiter in der Olivenölproduktion ist Rancho Olivos. Der von einem Ehepaar geführte Betrieb umfasst sieben Hektar Olivenbäume, auf denen eine Mischung aus spanischen und italienischen Olivensorten wächst.
Ihre Oliven werden innerhalb weniger Stunden nach der Ernte von Hand gepflückt, um frisches, handwerklich hergestelltes natives Olivenöl extra zu produzieren. Besuchern der Ranch werden Ölverkostungen direkt neben den Olivenbäumen am Verkaufsstand des Ehepaars angeboten. Olivenölverkostungen lassen sich gut mit einer lokalen Weinverkostungstour kombinieren – ein sehr beliebter Trend bei Besuchern der Region Santa Ynez.
Das Wachstum der Olivenölindustrie in Los Olivos wäre nicht vollständig ohne die Erwähnung von Theo Stephan, einem Pionier der Olivenölproduktion und einer festen Größe beim Los Olivos Jazz and Olive Festival.
Mitte der 90er Jahre kaufte Stephan eine Ranch in der Gegend und war die Erste, die Koroneiki-Bäume aus Griechenland nach Südkalifornien importierte.
Jahre später gründete sie Global Gardens, einen der ersten Versandclubs für Olivenöl und Essig. Außerdem verfasste sie das Buch „Olive Oil & Vinegar: Delicious Recipes for Healthy Caliterrean Living“.
Bis heute gilt Stephan als Autorität auf dem Gebiet des Olivenöls und setzt ihre Mission fort, Menschen über dieses Thema aufzuklären. In den nächsten zwei Jahren plant sie, auf ihrem Grundstück in Los Olivos eine „Permakultur“-Schule zu eröffnen, deren Ziel es sein wird, Kindern nachhaltiges Leben näherzubringen.
Los Olivos ist eine Stadt, die sich einer Vielzahl von Pferderanches, Kunstgalerien, Boutique-Weingütern und Restaurants rühmt, deren Speisekarten von Oliven und Olivenöl-basierten Rezepten geprägt sind.
Die Stadt hat zwar nur wenige Einwohner, blickt aber auf eine recht bewegte Hollywood-Geschichte zurück. Mehrere Filmstars und Musiker haben Los Olivos einst als ihr Zuhause bezeichnet, und hier erstreckt sich Michael Jacksons Neverland Ranch
neben dem Figueroa Mountain. Die Stadt war in „Sideways“ zu sehen, dem vielleicht typischsten aller Weinfilme. Die olivengereiche Gegend diente auch als Kulisse für die ikonische TV-Stadt Mayberry in „Return to Mayberry“.