Das versunkene Dorf könnte die ersten Olivenmühlen beherbergt haben
Archäologen graben ein 7.500 Jahre altes Unterwasserdorf aus, das möglicherweise das älteste Zentrum der Olivenölproduktion weltweit war.
Meeresarchäologen aus Australien und Israel graben ein 7.500 Jahre altes Unterwasserdorf aus, das möglicherweise das älteste Zentrum der Olivenölproduktion weltweit war. Das aus der Jungsteinzeit stammende levantinische Dorf liegt unter 5 Metern Wassertiefe an einer Stelle namens Kfar Samir vor der Küste von Haifa, Israel.
Das Ausgrabungsteam besteht aus den Meeresarchäologen Jonathan Benjamin von der Flinders University in Australien und Ehud Galili von der Israelischen Altertumsbehörde und der Universität Haifa in Israel. Frühere Ausgrabungen an dieser Stelle deuten darauf hin, dass in der prähistorischen Siedlung Olivenöl hergestellt worden sein könnte, was sie zum ältesten Zentrum der Olivenölproduktion weltweit machen würde.
Eine 1997 im Journal of Archaeological Science veröffentlichte Studie beschrieb die Unterwasserausgrabungen in Kfar Samir, bei denen Tausende von zerkleinerten Olivenkernen und Olivenmark in Gruben vergraben gefunden wurden. Die Entdeckung zeigte, dass in dieser Region bereits vor 6.500 Jahren Technologie zur Olivenölproduktion eingesetzt wurde – 500 Jahre früher als bisher angenommen.
Bei den jüngsten Ausgrabungen legte das Forschungsteam eine Struktur frei, die einst ein Süßwasserbrunnen war und später zur Abfallentsorgung genutzt wurde. Die Forscher entnahmen Proben des Sandes, der den Brunnen bedeckte; deren Analyse könnte wichtige Einblicke in die Gesellschaft liefern, die einst in dem antiken Dorf lebte, darunter Details über ihre frühe mediterrane Ernährung und ihre Handelspraktiken.