Die EU schützt 10 geografische Angaben aus lateinamerikanischen Ländern
„Aceituna de Tacna“, Oliven aus der peruanischen Region Tacna, gehören zu den Lebensmitteln, die in den Ländern der Europäischen Union vor Nachahmungen geschützt sind.
Die „Aceituna de Tacna“-Oliven aus Peru gehören zu den zehn lateinamerikanischen Lebensmitteln, denen nach einer Entscheidung vom 16. November in Quito, Ecuador, der Status einer geschützten geografischen Angabe durch die Europäische Union verliehen wurde.
Der Schutz dieser spezifischen Produkte vor Nachahmungen in der EU geht auf ein Mehrparteien-Handelsabkommen zwischen der Union und Peru, Kolumbien und Ecuador zurück, das 2013 vorläufig in Kraft getreten ist.
Das Handelsabkommen schützt bereits 16 geografische Angaben (g. A.) aus den drei Andenländern in der EU. Es schützt zudem 116 europäische g. A. in Peru, Kolumbien und Ecuador. Die Anerkennung soll lateinamerikanischen Erzeugern und Exporteuren helfen, ihre Produkte in der Europäischen Union zu vermarkten.
Siehe auch: Argentinien erhält seine erste geografische Angabe für Olivenöl„In jedem dieser Jahre, in denen das Handelsabkommen in Kraft war, haben wir Sitzungen der Unterausschüsse und des Handelsausschusses abgehalten“, sagte Roberto Sánchez, Minister für Außenhandel und Tourismus von Peru. „Das Ziel war es, unsere Handelsströme zu erleichtern und noch weiter zu steigern. Wir werden uns bemühen, unsere Handelsbeziehungen mit der EU weiter zu stärken.“
Tacna-Oliven aus Peru werden in der gleichnamigen Region im äußersten Süden des Landes angebaut. In Tacna befinden sich 35.000 Hektar Olivenhaine, was mehr als 80 Prozent der gesamten Anbaufläche des Landes für Olivenbäume ausmacht. Im Jahr 2019 produzierte Peru fast 190.000 Tonnen Oliven, die größtenteils als Tafeloliven verwendet und teilweise für die Olivenölproduktion bestimmt waren.
Das System der geografischen Angaben der EU, das darauf abzielt, die einzigartigen Eigenschaften von Lebensmitteln zu vermitteln, die einen spezifischen Bezug zu ihrem Herstellungsort haben, hat einen Wert von fast 75 Milliarden Euro pro Jahr.
Nach Angaben der Europäischen Kommission gibt es derzeit mehr als 3.300 europäische Produkte mit einer geschützten geografischen Angabe (g.g.A.) oder einer geschützten Ursprungsbezeichnung (g.U.), während mehr als 1.500 geografische Angaben aus aller Welt durch bilaterale Handelsabkommen in der Europäischen Union vor Nachahmung und Fälschung geschützt sind.