Forscher führen die Fertigation in andalusischen Olivenhainen ein

Das Verfahren wird als nachhaltige Methode für Landwirte gepriesen, ihre Olivenbäume präzise und mit wiederaufbereitetem Wasser zu düngen und zu bewässern.

Einem Forschungsteam der Universität Córdoba in Andalusien ist es gelungen, Olivenhaine mithilfe von aufbereitetem Wasser präzise zu düngen.

Die Fertigation ist ein Verfahren, bei dem Nährstoffe zusammen mit dem Bewässerungswasser ausgebracht werden. Befürworter argumentieren, dass dies einen doppelten Nutzen hat: Es spart Düngemittelkosten – insbesondere Stickstoff – und verleiht Abwasser ein zweites Leben.

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Die Forscher erklärten, dass die Verwendung von wiederaufbereitetem Wasser zur Bewässerung von Nutzpflanzen ein nachhaltiger Bewässerungsansatz sei und als Durchbruch für die Erhaltung einer in Spanien und weltweit immer kostbarer werdenden natürlichen Ressource gefeiert werden sollte. Weltweit entfallen etwa 70 Prozent des Süßwasserverbrauchs auf die Landwirtschaft.

Zu den Herausforderungen, denen sich die Forscher bei der Erreichung dieses Ziels stellen mussten, gehörte die Bestimmung der Menge an Nährstoffen und Wasser, die die Olivenbäume benötigten, da diese je nach Standort und Jahreszeit variiert.

Um diese Herausforderung zu lösen, analysierten die Forscher die räumlich-zeitlichen Schwankungen von Stickstoff – einem für das Wachstum von Olivenbäumen essenziellen Nährstoff – im Bewässerungsnetz.

Je nach Lage des Baumes im Netz mussten Wasser und Nährstoffe zu unterschiedlichen Zeiten und in unterschiedlichen Mengen zugeführt werden.

Um den Landwirten zu helfen, diesen ansonsten komplizierten Prozess zu vereinfachen, entwickelten die Forscher eine mobile Anwendung namens Reutivar, über die Landwirte eine Reihe präziser Empfehlungen dazu erhalten können, wann und wie viel Wasser sie verwenden sollten.