Ein weiterer Fall von Xf in Frankreich

Die Neuinfektionen wurden als zur Unterart „Multiplex“ gehörend identifiziert, die für Olivenbäume und Weinreben unschädlich ist.

Die Regierung des Departements Alpes-Maritimes gab bekannt, dass in den Gemeinden Biot und Menton in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur im Südosten Frankreichs zwei neue Fälle von Xylella fastidiosa festgestellt wurden.

Die neuen Infektionen wurden als zur Unterart „multiplex“ gehörend identifiziert, derselben, die im Oktober 2015 in drei anderen Gebieten des Departements festgestellt wurde, nämlich in Nizza, Mandelieu-La-Napoule und Saint-Laurent-du-Var. Diese Unterart ist für Olivenbäume und Weinreben nicht schädlich. Damit steigt die Zahl der seit Oktober 2015 von Xylella fastidiosa befallenen Gebiete im Departement Alpes-Maritimes auf fünf.

Um jedes infizierte Gebiet wurde eine Schutzzone mit einem Radius von 10 Kilometern eingerichtet. Aufgrund der Nähe der neuen Infektionen zu internationalen Grenzen haben die französischen Behörden die Regierungen Italiens und Monacos offiziell informiert.

In Menton, an der französischen Riviera nahe der französisch-italienischen Grenze gelegen, wurde die infizierte Pflanze im Jardin du Palais de Carnolès gefunden. Das Fundgebiet wurde abgesperrt und wird in einem Umkreis von 100 Metern behandelt. Zu den vernichteten Pflanzen gehören unter anderem Rosmarin und Lavendel, die gemäß einer von der Regierung verhängten Maßnahme zur Begrenzung des Risikos einer weiteren Kontamination sofort vor Ort verbrannt wurden.

In der Zwischenzeit laufen Ermittlungen, um die Quelle der Kontamination zu ermitteln. Erste Hinweise deuten darauf hin, dass die Infektion möglicherweise von einer Lieferung von Polygala-Pflanzen aus Italien im Jahr 2011 stammt, die möglicherweise bereits kontaminiert war, bevor sie die Côte d’Azur erreichte.

Als Teil der Maßnahmen zur Verhinderung einer weiteren Kontamination hat die Regierung des Departements Alpes-Maritimes den Verkauf von zehn Pflanzenarten verboten, darunter Spartium (Spartium junceum L.), Rosmarin (Rosmarinus officinalis), Polygala myrtifolia, duftende Geranie (Pelargonium graveolens), Myrte (Myrtus communis), Lavendel (Lavandula dentata), Hebe (Hebe speciosa), Genista ephedroides, Cytisus (Cytisus racemosus) und Bergahorn (Acer pseudoplatanus).




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