Acht Personen wegen des Verkaufs von „italienischem“ Olivenöl aus unbekannter Herkunft im Wert von 3 Millionen Euro angeklagt

Nach dem Fall des in der Toskana beschlagnahmten Öls unbekannter Herkunft kam diese Woche ein weiterer Skandal ans Licht, der mit der Verknappung von italienischem Olivenöl zusammenhängt.

Nach dem Fall von 3.200 Gallonen nicht rückverfolgbarem Öl, das letzten Monat in der Toskana beschlagnahmt wurde , kam diese Woche ein weiterer Skandal ans Licht, der auf die Verknappung von italienischem Olivenöl zurückzuführen ist.

Das Ministerium für Landwirtschaft und Forsten gab bekannt, dass die Zentrale Aufsichtsbehörde für den Schutz der Qualität und die Betrugsbekämpfung bei Lebensmitteln die Manipulation von Rechnungen für 500.000 Liter Olivenöl aufgedeckt hat, das fälschlicherweise als italienisch ausgegeben wurde und einen Handelswert von insgesamt 3 Millionen Euro hatte.

Die Operation mit dem Namen „Paper Oil“ führte zu elf Durchsuchungen und acht Personen, gegen die in Apulien, Kalabrien, der Toskana und Ligurien ermittelt wird.

Die Ermittler konnten das von den Kriminellen genutzte Betrugssystem nachverfolgen: Unternehmen aus Apulien und Kalabrien fälschten Unterlagen über die italienische Herkunft von nativem Olivenöl extra unbekannter Herkunft, das an als „Made in Italy“ zertifizierte Abfüllbetriebe geliefert, dort abgefüllt und anschließend auf den Markt gebracht werden sollte.

Den acht Verdächtigen wird Betrug im Agrarbereich und Steuerhinterziehung vorgeworfen.

Der Landwirtschaftsminister, Maurizio Martina, erklärte: „Das Ministerium hat die Kontrollen der Ölversorgungskette verstärkt, da der Produktionsrückgang in diesem Jahr den Ölsektor dem Risiko einer Zunahme von Betrugsfällen aussetzt. Die Operation ‚Paper Oil‘ ist ein Beweis für unser Engagement zum Schutz der Verbraucher und Tausender ehrlicher Erzeuger, die bereits mit der aktuellen Krise konfrontiert sind.“

„Die Maßnahmen zur Überprüfung der Rückverfolgbarkeit wurden verbessert, sodass wir die Produkte von ihrer Ankunft in den Häfen bis hin zu ihrer Verarbeitung und Vermarktung zurückverfolgen können. Wir müssen ganz klar sagen, dass es keinen Platz für diejenigen gibt, die gegen die Regeln verstoßen. Unsere Aufsichtsbehörde für Qualitätssicherung und Betrugsbekämpfung arbeitet jeden Tag sehr sorgfältig und bestätigt dabei die Effizienz unseres Systems zur Betrugsbekämpfung.“