Mitglieder des Olivenrats entwerfen neue Vereinbarung

Die Beratungen über den Entwurf fanden vor der 24. außerordentlichen Sitzung des IOC in Madrid in der vergangenen Woche statt.

Die Mitgliedsländer des Internationalen Olivenrats (IOC) haben sich auf einen Entwurf geeinigt, der das derzeitige Abkommen von 2005 ersetzen soll. Das Dokument wird als Grundlage für die Verhandlungen über das neue Abkommen dienen, das im Oktober 2015 auf einer Konferenz der Vereinten Nationen in Genf erörtert werden soll. Das neue Abkommen soll am 1. Januar 2017 in Kraft treten und bis Ende 2026 gelten.

Die Beratungen über den Textentwurf fanden kurz vor der 24. außerordentlichen Sitzung des IOC in Madrid in der vergangenen Woche statt.

Der Entwurf sieht mehrere wichtige Änderungen gegenüber dem derzeitigen Abkommen vor, darunter:

– Den Verbraucherländern soll durch eine vorgeschlagene Formel mehr Gewicht beigemessen werden, die die Beteiligungsanteile der Mitgliedsländer am IOC-Budget berechnet, indem Produktion, Exporte und Importe gleichermaßen berücksichtigt werden.

– Ein neuer Entscheidungsprozess für Themen im Zusammenhang mit dem internationalen Handelsstandard des IOC, der neue Schritte zur Konsensbildung unter Einbeziehung eines neuen Abstimmungsverfahrens umfasst.

Im Anschluss an die Beratungen über das neue Abkommen fand vom 16. bis 19. Juni die 24. außerordentliche Sitzung des IOC-Mitgliederrats statt. Die Fachausschüsse erörterten mehrere Maßnahmen zur Verabschiedung:

– Der Wirtschaftsausschuss beschloss, die Veröffentlichung der Ergebnisse der Produktionskostenstudie zu verschieben, um die Daten zu überprüfen, die Validierung der Methodik für die Wertschöpfungskettenstudie zu beantragen und die Sitzung des IOC-Beratungsausschusses für Olivenöl und Tafeloliven im Mai 2016 im Iran abzuhalten, die ein regionales Seminar zu einem relevanten Thema beinhalten wird.

– Die Mitglieder des Förderausschusses beschlossen, im Juli eine neue Ausschreibung für Förderanträge für Werbeaktivitäten zu veröffentlichen, die zwischen dem 1. Oktober 2015 und dem 31. März 2016 durchgeführt werden sollen.

– Der Technische Ausschuss schlug vor, den Ethylester-Grenzwert von 35 mg/kg für das kommende Erntejahr nicht zu ändern, im Herbst eine Sitzung abzuhalten, um ein IOC-Seminar im Jahr 2016 zum Thema Xylella fastidiosa zu organisieren, und Empfehlungen für die Organisatoren von Qualitätswettbewerben auszuarbeiten.



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