Ein Drittel der in Kroatien getesteten Öle ist falsch gekennzeichnet

Laut einer Untersuchung des kroatischen Landwirtschaftsministeriums erfüllten sechs von 20 Proben in Kroatien nicht die Anforderungen für die Bezeichnung „natives Olivenöl extra“.

Einem Bericht des kroatischen Landwirtschaftsministeriums zufolge erfüllte ein Drittel einer Stichprobe von 20 Olivenölen der Kategorie „Extra Vergine“ in Kroatien nicht die Anforderungen für die Kennzeichnung als „Extra Vergine“.

Bei den Tests wurden 20 als „extra vergine“ gekennzeichnete Olivenöle aus Kroatien und anderen Ländern der Europäischen Union auf Reinheit und Qualität untersucht. Die Tests umfassten eine chemische Analyse der Zusammensetzung jedes der 20 Olivenöle in einem Labor sowie eine Verkostung. Die Ergebnisse ergaben, dass sechs der 20 getesteten Öle kein echtes natives Olivenöl extra waren und daher falsch gekennzeichnet waren.
Siehe auch: Artikel über Betrug
mit Olivenöl Von den 20 Olivenölen wurden neun in Kroatien hergestellt, elf waren importierte Marken aus anderen Ländern der Europäischen Union. Dreizehn der Öle wurden in Supermärkten gekauft, die sieben anderen stammten direkt von lokalen Erzeugern. Von den Olivenölen, die den Test nicht bestanden, wurden vier in Kroatien hergestellt, während zwei aus Spanien und Italien stammten.

In Kroatien können Olivenölproduzenten für die falsche Kennzeichnung ihrer Produkte mit Geldstrafen belegt werden, die für Unternehmen zwischen 30.000 und 50.000 HRK (4.284 bis 7.140 US-Dollar) und für lokale Produzenten zwischen 5.000 und 10.000 HRK (714 bis 1.428 US-Dollar) liegen.

Die Verfälschung von Olivenöl durch Beimischung anderer Pflanzenöle ist leider in vielen Olivenöl produzierenden Ländern weltweit gängige Praxis. Bei ähnlichen Tests, die kürzlich in Deutschland durchgeführt wurden, wurde die Hälfte von 26 getesteten Olivenölen für mangelhaft befunden, während in Italien 7.000 Tonnen Olivenöl, das als „100 % italienisches natives Olivenöl extra“ verkauft wurde, mit anderen, aus anderen Ländern importierten Ölen vermischt war.

Viele Regierungen prüfen derzeit, wie Lebensmittelbetrug bekämpft und das Vertrauen der Verbraucher in die Qualität solcher Produkte gewährleistet werden kann.