Somontano erhält den DOP-Status – ein Aufschwung für die traditionellen Erzeuger in Aragón
Die Erzeuger in Aragón feiern die neue g.U. für „Aceite del Somontano“, die einheimische Olivensorten und jahrhundertealte, von den Pyrenäen geprägte Terrassenhaine schützt.
Im Herzen der Provinz Huesca in Aragón feiern traditionelle Olivenbauern die Verleihung der neuen geschützten Ursprungsbezeichnung (g.U.) für „Aceite del Somontano“.
Viele dieser Sorten werden in jahrhundertealten, auf Terrassen angelegten Hainen angebaut. Wir hoffen, dass die Bezeichnung die Landwirte dazu ermutigt, sie weiterhin anzubauen.
Die neue g.U. wurde nach einem jahrelangen Prozess, an dem Landwirte aus zweiundvierzig Gemeinden beteiligt waren, in das Register der geografischen Angaben der Europäischen Union aufgenommen.
Somontano, was „unter dem Berg“ bedeutet, beschreibt das Grenzgebiet, das sich von den Ausläufern der Zentralpyrenäen bis zum Ebro-Tal erstreckt.
„Nach einem langen Weg, mit viel Arbeit und Mühe, haben wir endlich die Bezeichnung erhalten“, sagte Carlos Dominguez, Präsident der DOP Aceite del Somontano, gegenüber Olive Oil Times.
Der Verband kümmert sich um die Förderung des regionalen Erbes, die Stärkung der Marktposition traditioneller Produzenten sowie die Gewährleistung von Authentizität und Rückverfolgbarkeit.
Somontano wird nach Bajo Aragón und Sierra del Moncayo zur dritten Olivenöl-g.U. in Aragón.
Gemäß der strengen Produktspezifikation, die die Herstellung regelt, müssen mindestens 85 Prozent des Aceite del Somontano aus einheimischen Sorten stammen, darunter Albareta, Alcampelina, Caspolina, Cerruda, Negral de Bierge und Verdeña.
„Wir haben uns schon immer auf lokale Sorten konzentriert – achtzehn im Somontano –, während wir den Anteil der Arbequina auf fünfzehn Prozent begrenzt haben“, sagte Dominguez.
Die Vorschriften verlangen, dass die Oliven schnell und bei kontrollierten Temperaturen geerntet und gemahlen werden, um die grüne Fruchtigkeit zu bewahren und eine Adstringenz zu vermeiden.
Die gesamte Gewinnung, Lagerung und Abfüllung muss innerhalb der Region erfolgen. Diese Schritte gewährleisten Rückverfolgbarkeit und ein sensorisches Profil, das durch den kühlen Einfluss der Pyrenäen und die traditionellen Terrassenhaine geprägt ist, mit Noten von grünen Oliven, Gras, Blättern, Mandeln und Tomaten.
„Wir sind der Überzeugung, dass wir durch die Erhaltung und Förderung dieser lokalen Sorten ein unverwechselbares Olivenöl mit einer breiten Palette an Aromen und Intensitäten produzieren können“, fügte er hinzu.
Die g.U. bietet umfassenden rechtlichen Schutz in der gesamten Europäischen Union und stellt sicher, dass nur Olivenöle, die innerhalb des ausgewiesenen Gebiets am Fuße der Berge unter Verwendung einheimischer Sorten und traditioneller Methoden hergestellt werden, diese Bezeichnung tragen dürfen.
Die Bezeichnung soll den Erzeugern helfen, ihre Öle auf Premium-Märkten zu positionieren, ihre Präsenz im Ausland zu stärken und den Gesamtwert zu steigern.
Im Antrag auf die g.U. wurde auch der Nutzen für das Gebiet hervorgehoben: ein zusätzlicher Anreiz zur Erhaltung traditioneller Landschaften in einer Zeit, in der viele von Intensivierung oder Aufgabe bedroht sind.
„Viele dieser Sorten werden in jahrhundertealten, auf Terrassen angelegten Hainen angebaut. Wir hoffen, dass die Anerkennung die Landwirte dazu ermutigt, sie weiterhin anzubauen“, sagte Dominguez.
Die Landwirte sagen, die Anerkennung verbinde moderne Techniken mit alter Geschichte und ehre Generationen von Olivenbauern.
„Traditionelle Olivenhaine wurden von unseren Vorfahren weitergegeben. Es wäre nur natürlich, nicht die Letzten zu sein, die sich an ihnen erfreuen“, merkte Dominguez an.
„Früher oder später sollten wir den jahrhundertealten Olivenbaum als geschützten Baum betrachten“, fügte er hinzu.
„Was wir in den letzten Jahren gesehen haben, ergibt wenig Sinn. Es gibt Platz sowohl für traditionelle Olivenhaine als auch für intensiv bewirtschaftete“, schloss Dominguez und bezog sich dabei auf die hitzige Debatte über die Zukunft des Olivenanbaus in Spanien.