Tunesiens Produktion sinkt gegenüber dem Vorjahresrekord

Tunesien meldet einen starken Rückgang der Olivenölproduktion, da erste Schätzungen für das Wirtschaftsjahr 2015/16 einen Rückgang um 60 Prozent gegenüber der Rekordernte des Vorjahres zeigen.

Tunesiens Status als zweitgrößter Olivenölproduzent der Welt war nur von kurzer Dauer, da jüngste Prognosen einen dramatischen Rückgang gegenüber der Rekordernte des Vorjahres signalisieren.

Das Ministerium für Landwirtschaft, Wasserressourcen und Fischerei des Landes hat bekannt gegeben, dass die Olivenölerzeugung bei etwa 150.000 Tonnen liegen wird, verglichen mit 340.000 Tonnen in der vergangenen Saison.

In einer Erklärung auf der Website des Ministeriums hieß es, dass derzeit 988 Ölmühlen schätzungsweise 30.000 Tonnen pro Tag produzieren, verglichen mit 1.150 Ölmühlen, die im gleichen Zeitraum der letzten Saison in Betrieb waren.

Die niedrigere Produktionsprognose dürfte laut dem Ministerium zu einem Anstieg des Olivenölpreises führen.

Die neuesten Zahlen stehen in krassem Gegensatz zu den Produktionszahlen Tunesiens in der vergangenen Saison, als das Land nach einer Rekordernte mehr Olivenöl exportierte als jedes andere Erzeugerland und damit Italien und Spanien überholte.

Die Exporte stiegen im Vergleich zum Vorjahr um das Dreifache: 299.300 Tonnen Olivenöl wurden auf die Märkte in Übersee geliefert, was Einnahmen von rund 1,9 Milliarden tunesischen Dinar einbrachte.

Damals zeigten sich Vertreter der tunesischen Branche erfreut über die Rekordernte, prognostizierten jedoch für 2015 deutlich geringere Erträge, da Olivenhaine in der Regel nicht zwei Jahre in Folge eine so gute Ernte liefern.




  • Tunesisches Landwirtschaftsministerium

  • Nationales Landwirtschaftsobservatorium Tunesiens

  • Financial Times