Die teuerste Olivenölmarke der Welt trennt sich von ihrem Lieferanten
„Lambda“, das hochwertig gestaltete Olivenöl mit dem atemberaubend hohen Preis, und sein Lieferant, die preisgekrönte Kritsa-Genossenschaft auf Kreta, haben sich getrennt, wie eine Quelle bei der Genossenschaft gegenüber der „Olive Oil Times“ mitteilte.
Lambda, das hochwertig gestaltete Olivenöl mit dem atemberaubend hohen Preis, und sein Lieferant, die preisgekrönte Kritsa-Genossenschaft auf Kreta, haben sich getrennt, wie eine Quelle der Genossenschaft gegenüber Olive Oil Times mitteilte. Als Grund für die Trennung wurden geschäftliche Meinungsverschiedenheiten genannt.
Lambda wurde von Giorgos Kolliopoulos gegründet, der 2007 über sein in Athen ansässiges Unternehmen für Luxuslebensmittel und -getränke, Speiron, das Konzept des „Ultra-Premium“-Olivenöls entwickelte.
In einem Interview Anfang dieses Jahres sagte Kolliopoulos: „Dank meiner umfangreichen Recherchen, meines Fachwissens und einfach meiner Liebe zu Olivenöl habe ich in Kritsa Erzeuger gefunden, die unter einigen der ältesten Olivenbäume in ganz Griechenland hervorragende Arbeit leisten. Dort ist der Säuregehalt durchweg niedrig. Außerdem wird Lambda unter besonders strengen Kontrollmaßnahmen hergestellt. Jährlich kann nur eine bestimmte Menge produziert werden.“
Die modern gestaltete Verpackung und die Möglichkeit zur Personalisierung verschafften der Marke Aufmerksamkeit in Designmagazinen und in den Regalen von Luxus-Geschenkeläden. Doch diese Publicity scheint nicht ausgereicht zu haben, um die Öffentlichkeit zum Kauf des Olivenöls zu bewegen, und der Absatz belief sich laut der Genossenschaft, die jährlich durchschnittlich rund 500.000 Liter produziert, im vergangenen Jahr nur auf etwa 800 Liter.
Mit 185 Dollar pro Liter belegte Lambda allein den höchsten Preisbereich für natives Olivenöl extra. Doch das Olivenöl, mit dem die Lambda-Flaschen befüllt wurden, stammte direkt aus der normalen Produktion von Kritsa, sagen Vertreter der Genossenschaft – dasselbe Öl, für das die Landwirte der Genossenschaft im vergangenen Jahr 2,70 Euro (3,57 US-Dollar) erhielten. Das bedeutet, dass der Verkaufspreis von Lambda fast das 52-Fache dessen betrug, was dem Erzeuger des Öls gezahlt wurde.
Die 1.000 Mitglieder zählende Kritsa-Genossenschaft ist ein ständiger Preisträger und schafft es unter anderem dank ihres idealen Mikroklimas und der schnellen Verarbeitung, eine gleichbleibend hohe Qualität zu erzielen. So war sie beispielsweise der Hauptgewinner des Mario-Solinas-Preises 2008 in der Kategorie „mittel-fruchtig“.
In einer Zeit, in der die weltweiten Olivenölpreise historische Tiefststände erreicht haben und die Verbraucher mehr Wert auf den inneren Wert als auf Verpackungsdesign und Statussymbole legen, könnte die Resonanz auf Lambda und andere Konzept-Olivenöle geringer ausfallen, als sich die Vermarkter erhoffen.