In Spanien wurden Ermittlungen wegen des Exports von gepanschtem Olivenöl nach Italien eingeleitet

Spanien erhielt ein Ersuchen um internationale justizielle Zusammenarbeit aus Italien, nachdem dort mehrere Ermittlungen durchgeführt worden waren, die die Fälschung von Ölprodukten aus Andalusien bestätigten.

Gegen ein Unternehmen in Córdoba, Spanien, sowie weitere Unternehmen in Andalusien wird ermittelt, weil sie angeblich gepanschtes Olivenöl nach Italien exportiert haben, um es dort als echtes natives Olivenöl extra zu verkaufen. Die Staatsanwaltschaft von Córdoba hat einen Ermittlungsbericht vorgelegt.

Spanien erhielt ein Ersuchen um internationale justizielle Zusammenarbeit aus Italien, nachdem dort mehrere Ermittlungen durchgeführt worden waren, die die Fälschung von Ölprodukten bestätigten.

Die Vorermittlungen für eine umfassende Untersuchung des möglichen Vergehens gegen Verbraucher wurden Ende letzten Jahres vom Staatsanwalt eingeleitet. Im Zuge des aktuellen Falls wurde von der Staatsanwaltschaft Jaén sowie vom Bürgermeister der Gemeinde Villacarrillo ein Bericht vorgelegt, der die Fortsetzung der Vorermittlungen gegen drei Genossenschaften ermöglicht, die im Verdacht stehen, verfälschte Öle verkauft zu haben.

Die verfälschten Öle wurden in Italien von verschiedenen Händlern verkauft, nachdem sie einem Entsäuerungs- und Desodorierungsprozess unterzogen worden waren, wodurch die Produkte als natives Olivenöl extra oder Lampantöl getarnt und exportiert werden konnten, wie aus einem Dokument hervorgeht, das Europa Press vorliegt.

Die Straftat könnte bereits seit Jahren begangen worden sein, da die italienischen Behörden angeben, bereits 2013 einen ähnlichen Fall aufgedeckt zu haben, und zudem um justizielle Zusammenarbeit bei der Ermittlung gegen drei weitere Unternehmen in den Provinzen Tarragona, Sevilla und Córdoba ersucht haben.

Die Ermittlungen ergaben, dass das von den spanischen Lieferanten an mindestens neun Kunden gelieferte Olivenöl, das in Tanklastwagen gelagert wurde, in Salerno als natives Olivenöl extra getarnt ankam. Die Öle wurden einer analytischen Untersuchung unterzogen, und bei sechs der analysierten Produkte wurden Unregelmäßigkeiten hinsichtlich der organoleptischen Anforderungen festgestellt.

In fünf weiteren Fällen bestand der Verdacht, dass technische Behandlungen, die auf dem Markt nicht zulässig sind – wie beispielsweise das Entduften –, vorgenommen worden waren, da die analysierten Proben auf Anomalien hindeuteten.

Aufgrund einer früheren Untersuchung wurde der Schluss gezogen, dass die spanischen Unternehmen aus Córdoba und Almería wahrscheinlich miteinander in Verbindung standen.

Beide an dem Betrug beteiligten Unternehmen aus Córdoba und Almería sind in den Augen der italienischen Behörden ein und dasselbe. Sie sind überzeugt, dass der spanische Lieferant beabsichtigte, die Auswirkungen der ersten Kontrollen auf die verschiedenen Lieferungen zu verteilen.