Jordaniens Olivenölertrag fällt geringer aus als erwartet
In Jordanien wird insgesamt mit einem Ertragsanstieg gerechnet, auch wenn die Ernte 2022 möglicherweise weniger Olivenöl einbringen wird als erwartet.
Die Olivenernte in Jordanien schreitet zügig voran, und der Gesamtertrag liegt derzeit bei über 22.000 Tonnen.
Laut Mahmoud Al-Omari, dem Vertreter des örtlichen Verbandes der Olivenölmühlen, sind 90 Prozent der Olivenernte abgeschlossen.
Siehe auch: Das Zentrum der Olivenproduktion verlagert sich nach OstenEin lokaler Sprecher der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) teilte Jordan News mit, dass der Gesamtolivenölertrag des Landes bis zum Jahresende voraussichtlich 24.000 Tonnen erreichen wird.
Mit solchen Mengen kann Jordanien seinen eigenen Olivenölbedarf decken. Zahlen des Internationalen Olivenölrats (IOC) zeigen, dass der nationale Olivenölverbrauch Jordaniens in der Saison 2021/2022 21.000 Tonnen erreichte. Für die neue Saison wird ein moderates Verbrauchswachstum erwartet.
Dennoch liegen die Zahlen zur Olivenölproduktion deutlich unter den Erwartungen. Ende Oktober hatte Landwirtschaftsminister Khaled Al-Hneifat ein Wachstum der Olivenölproduktion von 20 bis 25 Prozent geschätzt, wobei die Gesamtmenge 30.000 Tonnen übersteigen sollte.
Laut einem Sprecher des Ministeriums, Lorance Majali, haben Fachleute ihre Schätzungen nun auf 28.000 Tonnen nach unten korrigiert. Das IOC gibt an, dass der durchschnittliche Ernteertrag bei 23.850 Tonnen liegt.
In einem Bericht der Zeitung Al-Rai wies Al-Omari darauf hin, dass der Ölgehalt in den Früchten geringer als erwartet war, was sich auf den Gesamtertrag an Olivenöl auswirkte.
Er fügte hinzu, dass die hohe Qualität des jordanischen nativen Olivenöls extra und dessen internationaler Ruf für bedeutende Exporte sorgen, die in dieser Saison voraussichtlich steigen werden. Im Jahr 2021/2022 exportierte das Land 4.500 Tonnen Olivenöl.
Laut lokalen Experten hängt der geringere Ertrag mit der schwierigen Saison zusammen. In einem Bericht der Jordan Times beklagen lokale Olivenbauern die Auswirkungen außergewöhnlicher Wetterbedingungen auf regenbewässerte Olivenhaine.
Lokale Landwirte glauben, dass der Mangel an Niederschlägen während der Reifephase der Oliven ihren Ertrag um die Hälfte reduziert haben könnte. Andere betonen, wie übermäßige Hitze und Hitzewellen den Stress für die Olivenbäume noch verstärkt haben.