Deoleo ruft Produkte der Marken Bertolli und Carapelli zurück
Zum zweiten Mal innerhalb von vier Monaten werden Olivenöle der Marken Bertolli und Carapelli zurückgerufen, diesmal wegen Bedenken hinsichtlich des Vorhandenseins von Pestiziden.
Deoleo, der weltweit größte Olivenölhersteller, hat laut der Rückrufdatenbank der US-amerikanischen Lebensmittelüberwachungs- und Arzneimittelbehörde (FDA) einen freiwilligen Rückruf von Bertolli Natives Olivenöl Extra (8,5 oz) und Carapelli Natives Olivenöl Extra (25,5 oz) eingeleitet, die in Glasflaschen in 20 US-Bundesstaaten verkauft wurden.
Die Produkte werden zurückgerufen, da Spuren von Trifloxystrobin und Tebuconazol nachgewiesen wurden – zwei Pestizide, die in den USA in Olivenöl in keiner Menge zugelassen sind. Beide Chemikalien sind als „nicht wahrscheinlich krebserregend für den Menschen“ eingestuft.
Im vergangenen November leitete Deoleo USA einen freiwilligen Rückruf ein, bei dem einige seiner Produkte der Marken Bertolli und Carapelli Extra Light Tasting sowie Bertolli Classico Pure Olive Oil vom Markt genommen wurden, da die Produkte vorzeitig verdorben sein könnten, wie aus Mitteilungen an mehrere große Einzelhändler hervorgeht.
„Unsere bisherigen Untersuchungen zeigen, dass das Öl vorzeitig oxidiert ist, was zu möglichen Geruchs- und Geschmacksveränderungen führen kann, was jedoch ein Qualitäts-, aber kein Gesundheitsproblem darstellt“, erklärte das Unternehmen damals. „Wir haben die Ursache des Problems bei einem unserer Raffinerie-Zulieferer ausgemacht und sofortige Korrekturmaßnahmen ergriffen.“
In einem anderen Zusammenhang griff der US-Vertriebspartner für Bertolli- und Filippo-Berio-Olivenöle die Glaubwürdigkeit der Hauptklägerin in einer Sammelklage gegen den Importeur an.
Laut Law360 erklärte die Salov North America Corp. in einem Einspruch gegen Rohini Kumars Antrag auf Zertifizierung der Sammelklage, es gebe keine Beweise für Kumars Behauptung, sie habe „Importiert aus Italien“ so interpretiert, dass das Öl ausschließlich aus italienischen Oliven hergestellt worden sei.
Salov wies zudem darauf hin, dass Kumar wegen einer Straftat verurteilt worden sei, was nach Ansicht des Unternehmens weitere Zweifel an ihrer Glaubwürdigkeit als Hauptzeugin aufkommen lasse.