Xylella fastidiosa breitet sich auf Korsika weiter aus
Die Ausbreitung des Bakteriums Xylella fastidiosa auf der französischen Insel Korsika gibt Anlass zur Sorge, seit im vergangenen Sommer in Propriano der erste Fall entdeckt wurde.
Die zunehmende Ausbreitung des Bakteriums Xylella fastidiosa
auf der französischen Insel Korsika gibt seit der Entdeckung des ersten Falls am 22. Juli 2015 in Propriano Anlass zur Sorge. Im Januar wurden zwei neu infizierte Gebiete in der Gemeinde Monacia-d’Aullène im Departement Corse-du-Sud im Süden Korsikas behandelt, um die infizierten Pflanzen zu beseitigen.
Siehe auch: Umfassende Berichterstattung zum Ausbruch von Xylella
fastidiosa
Bis Ende 2015 gab es 194 bestätigte Infektionen auf Korsika, und bis Ende Januar 2016 war die Zahl auf 233 gestiegen. Die meisten davon konzentrieren sich auf Südkorsika im Departement Corse-du-Sud, wo es bislang 222 bestätigte Fälle gibt, während es in Haute-Corse 11 sind.
Um jedes infizierte Gebiet muss eine Pufferzone mit einem Radius von 10 Kilometern (6,2 Meilen) eingehalten werden. Infolgedessen sind nun 40 Prozent der Insel als Pufferzone ausgewiesen, was einer Fläche von 3.766 Quadratkilometern (1.454 Quadratmeilen) entspricht. Infektionen wurden auch auf dem französischen Festland in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur im Süden Frankreichs festgestellt.
In der Zwischenzeit stellen die Regierungsbehörden ein Entschädigungsprogramm für diejenigen fertig, die durch die Vernichtung von mit Xf infizierten Pflanzen Verluste erlitten haben. Die Mittel können zur Deckung der Kosten für den Schutz anfälliger Pflanzen verwendet werden, deren Export verboten wurde. Außerdem wurde eine Informations- und Hotline für Unternehmen eingerichtet, die Informationen zu den Entschädigungsmaßnahmen benötigen, die für Unternehmen mit Verlusten getroffen werden.
Xylella fastidiosa wird für die Verwüstung von Zehntausenden Hektar Olivenhainen in der italienischen Region Apulien verantwortlich gemacht. EU-weite Maßnahmen zur Eindämmung des Bakteriums konnten dessen Ausbreitung bislang nicht verhindern.