Der Rat nimmt die Qualitätssiegel für Olivenöl genauer unter die Lupe
Zu den Teilnehmern eines Treffens zum Thema Gütesiegel und andere Strategien zur Förderung der Olivenölqualität gehören unter anderem Produzenten aus Kalifornien und Australien.

Zu einer Sitzung des Internationalen Olivenölrats (IOC) nächste Woche, bei der es um Gütesiegel und andere Strategien zur Förderung der Olivenölqualität geht, sind unter anderem Olivenölproduzenten aus Kalifornien und Australien eingeladen.
Vertreter der Verbände QVExtra und Extra Virgin Alliance (EVA) – die laut IOC „in diesem Bereich am weitesten fortgeschritten zu sein scheinen“ – werden voraussichtlich ebenfalls an der Sitzung des Beratenden Ausschusses für Olivenöl und Tafeloliven teilnehmen.
In einer Erklärung vom Mittwoch teilte das IOC mit, dass das Thema der verschiedenen Qualitätsstrategien (einschließlich Selbstkontrollsysteme) und der auf dem Markt aufkommenden Qualitätssiegel bereits bei der letzten Sitzung des Ausschusses im Juli in Marseille angesprochen worden sei und das Exekutivsekretariat des IOC „sie gebeten habe, sich eingehender damit zu befassen“.
„Alle Ausschussvertreter, die dies wünschen, wurden daher eingeladen, ihre Initiativen und Programme in diesem Bereich bei der nächsten Ausschusssitzung am 25. Oktober vorzustellen“, hieß es.
Die Sitzung findet in Madrid statt, wo sich letzte Woche auch die Landwirtschaftsminister der spanischen Zentralregierung und der andalusischen Regionalregierung getroffen und vereinbart hatten, mit der Arbeit an einem vorgeschlagenen Qualitätssiegel zu beginnen, um das Image von spanischem und andalusischem Olivenöl auf ausländischen Märkten zu stärken.
Debatte über die Zukunft des IOC
Der Beratungsausschuss wird außerdem um Beiträge zur Debatte über die Zukunft des IOC im Vorfeld der Erneuerung seines Leitabkommens gebeten. Das derzeitige Abkommen aus dem Jahr 2005 läuft Ende nächsten Jahres aus.
Ebenfalls auf der Tagesordnung stehen eine Bestandsaufnahme des Weltmarktes für Olivenöl und Tafeloliven sowie Beratungen über geplante Änderungen der Zolltarifpositionen für Olivenöl in den IOC-Mitgliedsländern.
Das Exekutivsekretariat des IOC wird zudem über seine jüngsten und künftigen Arbeiten in den Bereichen Wirtschaftsstudien, Standardisierung und Absatzförderung berichten.
Ausschuss nutzt Branchenkenntnisse
Der Beratende Ausschuss für Olivenöl und Tafeloliven umfasst Vertreter aus allen Bereichen des Olivensektors – Produktion, Verarbeitung, Vermarktung und Verbrauch – in den IOC-Mitgliedsländern.
„Er wurde eingerichtet, um die Meinungen der Wirtschaftskreise zu vertreten und deren praktisches Wissen zu nutzen, um dem Exekutivsekretariat dabei zu helfen, wirksame Lösungen für Probleme zu finden und am Puls der Branche zu bleiben“, erklärte das IOC.
Führungskräfte des Beratungsausschusses
Vorsitzender des Beratungsausschusses ist Ali Ben Hadj M’Barek, Leiter des Nationalen Olivenölrats in Sousse, Tunesien. Er war von 1992 bis 1995 stellvertretender Vorsitzender, dann von 1997 bis 2000 Vorsitzender und ist dies seit 2010 erneut.
Panayotis Karantonis, Direktor des in Athen ansässigen griechischen Verbandes der Olivenölverarbeiter und -verpacker (ESVITE), ist seit 2006 stellvertretender Vorsitzender der Olivenöl-Sektion des Beratungsausschusses.
Marino Melissano, Vizepräsident der italienischen Verbraucherorganisation Altroconsumo, ist ebenfalls seit 2006 stellvertretender Vorsitzender der Sektion Tafeloliven.
Alle drei sind seit der Gründung des Ausschusses im Jahr 1991 Mitglieder.
- IOC: Tagesordnungspunkte für die bevorstehende Sitzung des IOC-Beratungsausschusses
- IOC: Ritterorden für Mitglieder des Beratenden Ausschusses (bei der Sitzung des Beratenden Ausschusses am 8. Juli 2013)
- Olive Oil Times: Qualitätssiegel zum Schutz des Images spanischen Olivenöls angestrebt (15. Oktober 2013)