Olivenpolyphenole könnten das Lernen und das Gedächtnis beeinflussen
Forscher haben herausgefunden, dass Olivenpolyphenole bestimmte Proteine im Gehirn beeinflussen können, die für das Gedächtnis, das Lernen und das Denken zuständig sind.
Eine neue Studie des Instituts für Zellbiologie und Neurobiologie in Rom hat gezeigt, dass Olivenpolyphenole bestimmte Proteine im Gehirn beeinflussen können, die an Gedächtnis, Lernen und Denken beteiligt sind.
Für diese in der Fachzeitschrift Nutrition veröffentlichte Studie verabreichten die Forscher Mäusen einen Olivenextrakt, der Olivenpolyphenole enthielt. Dieser Olivenextrakt wurde aus Oliventrester gewonnen, den Rückständen der Oliven nach der Ölgewinnung.
Nach 10 Tagen maßen sie die Konzentrationen des Nervenwachstumsfaktors (NGF) und des aus dem Gehirn stammenden neurotrophen Faktors (BDNF), beides Neurotrophine.
Neurotrophine sind Proteine, die an der ordnungsgemäßen Funktion und Entwicklung von Neuronen beteiligt sind. Den Forschern zufolge spielen NGF und BDNF eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung, dem Wachstum und dem Überleben von Gehirnzellen.
Die Forscher fanden im Vergleich zur Kontrollgruppe erhöhte NGF- und BDNF-Spiegel im Hippocampus und in den Riechkolben. Die Forscher kamen zu dem Schluss, dass Olivenpolyphenole bei Mäusen die NGF- und BDNF-Spiegel in entscheidenden Bereichen erhöhen können, die eine Schlüsselrolle bei Lern- und Gedächtnisprozessen spielen.