Filippo Berio geht eine Partnerschaft mit dem italienischen Forschungsrat ein, um Xylella zu bekämpfen
Siebzig Hektar der toskanischen Olivenhaine von Filippo Berio werden in ein „Freiluftlabor“ für die Forschung zur Bekämpfung von Xylella fastidiosa umgewandelt.
Filippo Berio hat Pläne für eine Zusammenarbeit mit dem italienischen Nationalen Forschungsrat im Rahmen eines dreijährigen Forschungsprojekts bekannt gegeben, mit dem ein besseres Verständnis von Xylella fastidiosa erreicht werden soll.
Im Rahmen dieser Initiative sollen 70 Hektar der toskanischen Olivenhaine von Filippo Berio zwischen Lucca und Pisa in ein „Freiluftlabor“ umgewandelt werden. Die Pläne sehen den Anbau toskanischer Olivenbäume vor, die gegenüber Xylella eine größere Resistenz gezeigt haben als andere Sorten.
Die Wissenschaftler werden zudem saugende Spuckwanzen überwachen, die bekanntermaßen die tödliche Krankheit verbreiten, und die Olivenbäume mit einer Grasart umgeben, die diese Spuckwanzen abwehrt.
Die Forscher werden zudem die effektivsten Boden- und Pflanzenbewirtschaftungssysteme ermitteln, um den Olivenanbau in Italien zu verbessern.
Seit 2013 hat Xylella fastidiosa Olivenhaine in der italienischen Region Apulien verwüstet, sich im ganzen Land ausgebreitet und Ernten in Spanien, Frankreich, Portugal und Israel dezimiert.
Die italienische Regierung wurde dafür kritisiert, nicht genug im Kampf gegen Xylella zu unternehmen, obwohl die italienische Landwirtschaftsministerin Teresa Bellanova Ende letzten Jahres Mittel und Ressourcen zugesagt hatte, um die Ausbreitung der Krankheit einzudämmen und die Wirtschaft in den am stärksten vom Erreger betroffenen Regionen zu unterstützen.
Obwohl es kein bekanntes Heilmittel gegen Xylella gibt, berichtete Olive Oil Times Anfang dieses Monats, dass eine neue Behandlungsmethode
für infizierte Bäume offenbar wirksam sei.