Das Projekt nutzt Abfälle aus der Olivenölproduktion, um die Mühle selbst mit Energie zu versorgen
Im Rahmen eines europäischen Projekts wird eine Technologie untersucht, mit der Abfälle aus der Olivenölproduktion in Strom umgewandelt werden können.
Im Rahmen eines innovativen europäischen Projekts wurden Möglichkeiten untersucht, Abfälle aus der Olivenölproduktion in Strom umzuwandeln.
„Biogas2PEM-FC“ ist ein von der EU finanziertes industrielles Forschungsprojekt,
das von PowerCell, einem schwedischen Unternehmen für Brennstoffzellentechnologie, koordiniert wird und an dem Partner aus Griechenland, Spanien, Schweden und dem Vereinigten Königreich beteiligt sind. Das Projekt wurde im November 2012 gestartet und Ende Oktober 2014 abgeschlossen.
Die flüssigen und festen Abfälle, die bei der Olivenölproduktion anfallen, sind umweltschädlich, da sie Pestizide sowie giftige organische Verbindungen enthalten können. Außerdem sind sie säurehaltig und weisen einen hohen Salzgehalt auf. Die ordnungsgemäße Entsorgung solcher landwirtschaftlicher Abfälle ist schwierig und kostspielig.
Im Rahmen des Projekts wurde auf einer Olivenfarm und in einer Ölmühle in Andalusien, Spanien, eine Pilotanlage mit einem Prototyp errichtet.
Um das Ziel der Stromerzeugung zu erreichen, wurden mehrere Technologien zu einem dreiteiligen Teilsystem kombiniert, das zunächst eine anaerobe Vergärung erfordert, um aus den Abfällen Biogas zu erzeugen, das anschließend mithilfe eines Reformers in ein wasserstoffreiches Gas (Reformat) umgewandelt wird. Schließlich erzeugt ein Brennstoffzellensystem aus dem Reformatgas Strom.
Diese umweltfreundliche Lösung minimiert negative Auswirkungen auf die Umwelt, indem sie das Abfallproblem löst und gleichzeitig Strom und Wärme erzeugt, die vor Ort von der Mühle genutzt werden können. Die innovative Technologie kann auch mit anderen Arten von landwirtschaftlichen Nebenprodukten eingesetzt werden.