Europa erhöht die Exportquoten für Tunesien
Die Europäische Kommission hat eine Verordnung zur Anpassung der monatlichen Quote für Olivenölexporte aus Tunesien in die EU verabschiedet.
Eine am 30. Januar 2015 verabschiedete geänderte Verordnung hat die von der Europäischen Kommission festgelegte monatliche Ausfuhrquote angepasst, um dem laufenden Produktionsjahr Rechnung zu tragen und den Handel mit Olivenöl zwischen Tunesien und der EU zu erleichtern.
Von nun an bis Ende Oktober 2015 wird die Menge an Olivenöl, die Tunesien nach Europa exportieren darf, für Februar und März auf 9.000 Tonnen und von April bis Oktober auf 8.000 Tonnen festgelegt.
Die jährliche Gesamtquote bleibt jedoch unverändert. Gemäß dem Assoziierungsabkommen zwischen der EU und Tunesien unterliegen Olivenölexporte aus Tunesien in die EU einer Quote von 56.700 Tonnen pro Jahr.
Die Entscheidung der Europäischen Kommission folgt auf einen Antrag der tunesischen Behörden, die monatlichen Exportquoten zu erhöhen, damit die tunesischen Erzeuger unmittelbar nach einer hervorragenden Olivenernte so weit wie möglich von ihrem Exportpotenzial profitieren können.
In diesem Erntejahr stieg die tunesische Olivenölproduktion um 400 Prozent, wodurch Tunesien nach Spanien zum zweitgrößten Produzenten weltweit wurde.
Olivenöl ist Tunesiens wichtigstes Agrarexportgut in die EU, und die Olivenölindustrie ist ein wichtiger Teil der Wirtschaft des Landes: Sie bietet mehr als einer Million Menschen direkte und indirekte Beschäftigung und macht ein Fünftel der gesamten Beschäftigung in der Landwirtschaft des Landes aus.
In einer Erklärung vom 30. Januar 2015 erklärte die Europäische Kommission, die angepassten Kontingente spiegelten das Engagement der EU für ihre Partnerschaft mit Tunesien wider, zu einer Zeit, in der das Land nach den Parlaments- und Präsidentschaftswahlen einen demokratischen Weg einschlägt.
Europa bekräftigte seine politische und finanzielle Unterstützung für die neue tunesische Regierung bei den Reformen, die zur Festigung der demokratischen Errungenschaften und zur Bewältigung der sozioökonomischen Herausforderungen erforderlich sind.