Neue EU-Mittel für die Forschung zu Xylella fastidiosa
Europa hat 7 Millionen Euro für die Forschung zur Prävention, Erkennung und Bekämpfung von Xylella fastidiosa bereitgestellt.
Im Anschluss an einen von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) am 12. und 13. November 2015 in Brüssel veranstalteten Workshop hat die Europäische Kommission bekannt gegeben, dass neue Mittel für die Forschung zu Xylella fastidiosa bereitgestellt werden.
Der zweitägige Workshop hatte zum Ziel, die Wissenslücken und Forschungsschwerpunkte zu untersuchen, die in dem Anfang dieses Jahres veröffentlichten wissenschaftlichen Gutachten der EFSA ermittelt und in den Schlussfolgerungen eines Workshops zu Methoden zur Bekämpfung von Xylella fastidiosa, der im Juli 2015 in Mailand stattfand, bekräftigt wurden.
Am zweiten Tag kündigte ein Vertreter der Generaldirektion Landwirtschaft der Kommission die Ausschreibung für Forschungsvorschläge an und lud die Teilnehmer ein, sich um Fördermittel zu bewerben, die die Forschung zur Prävention, Erkennung und Bekämpfung von Xylella fastidiosa abdecken würden.
Ein weiteres Ziel des angekündigten Programms ist es, das Wissen über das Bakterium zu verbessern und insbesondere Aufschluss über seine Vektoren, die Wechselwirkungen mit Wirten, Vektoren und Pathogenen sowie die Epidemiologie zu gewinnen. Im Rahmen von „Horizont 2020“, dem Forschungs- und Innovationsförderprogramm der EU, sind dafür 7 Millionen Euro vorgesehen. Die Frist für die Einreichung von Vorschlägen endet am 17. Februar 2016.
Xylella fastidiosa, ein durch Insekten verbreitetes Bakterium, wird für die Verwüstung von Zehntausenden Hektar Olivenhainen in der süditalienischen Region Apulien verantwortlich gemacht. In jüngerer Zeit wurden Stämme des Bakteriums auf der französischen Insel Korsika sowie in mehreren Gebieten Frankreichs entdeckt.
Die Europäische Union ist der weltweit größte Olivenölproduzent: Sie produziert 73 Prozent des weltweiten Olivenöls und verbraucht 66 Prozent davon.