Korsikas Olivenbäume sind bedroht, da ein tödliches Bakterium die Insel befallen hat

Auch das französische Festland ist gefährdet, sollte sich die gefürchtete Krankheit ausbreiten, da die einzige Lösung bislang darin besteht, die Bäume zu fällen.

Xyella fastidiosa (Xf), der gefürchtete Olivenbaumkiller, hat die französische Insel Korsika heimgesucht. Positive Fälle wurden bei Myrtenblättrigen Seidenpflanzen in Propiano in Südkorsika festgestellt und vom französischen Landwirtschaftsministerium bestätigt.
Siehe auch: Umfassende Berichterstattung zum Xf-Ausbruch
Die Präfektur von Corse Sud (Südkorsika) hat einen Notfallplan zur Rodung der Bäume und Desinfektion des gesamten Gebiets in Kraft gesetzt, da befürchtet wird, dass sich auf der Insel eine ähnliche Situation wie im benachbarten Apulien in Italien entwickeln könnte.

Heute verfügt die Insel über 7.000 Hektar Olivenhaine – ein beunruhigender Gedanke für Korsika, sollte sich die Krankheit auf den Norden der Insel ausbreiten. Seit Jahrtausenden wachsen hier Olivenbäume, und die Olivenernte ist eine alte Tradition für die Korsen, die den Olivenbaum als Baum des Lebens betrachten.

Auch das französische Festland ist in Gefahr, sollte sich die gefürchtete Krankheit ausbreiten, da die einzige Lösung bislang darin besteht, die Bäume zu roden. Frankreich verfügt über vier Millionen Olivenbäume und produzierte 2013/2014 schätzungsweise 5.000 Tonnen Olivenöl.