Griechenland lobt seine starke Präsenz auf dem US-amerikanischen Markt für Tafeloliven angesichts steigender Exporte
Griechenland belegte im ersten Halbjahr 2022 den zweiten Platz unter den Exporteuren von Tafeloliven in die Vereinigten Staaten, erzielte jedoch die höchsten Preise.
Laut einem Bericht des Büros für Wirtschafts- und Handelsangelegenheiten der griechischen Botschaft in New York war Griechenland im ersten Halbjahr 2022 nach Spanien der zweitgrößte Exporteur von Tafeloliven in die Vereinigten Staaten.
Die spanischen Exporte von Tafeloliven in die USA beliefen sich in den ersten sechs Monaten des Jahres auf über 63.000 Tonnen, während im gleichen Zeitraum etwa 57.000 Tonnen Oliven aus Griechenland importiert wurden. Die Tafelolivenexporte aus Marokko und Italien erreichten 19.000 bzw. 11.000 Tonnen.
Gemessen am Wert führte Griechenland jedoch die Liste der US-Lieferanten von Tafeloliven an, mit einem Gesamtumsatz von über 124 Millionen US-Dollar (127 Millionen Euro) aufgrund des höheren Durchschnittspreises – 2,20 US-Dollar (2,25 Euro) pro Kilogramm.
Siehe auch: Griechenland nimmt Kalamata-Oliven erneut in die nationale Liste der Pflanzensorten aufIm Vergleich dazu zahlten amerikanische Verbraucher durchschnittlich 1,47 US-Dollar (1,50 Euro) pro Kilogramm für spanische Tafeloliven, wobei sich der Wert der spanischen Tafelolivenexporte in den ersten sechs Monaten des Jahres 2022 auf insgesamt 93 Millionen US-Dollar (95 Millionen Euro) belief.
Auf globaler Ebene wird erwartet, dass die Exporte griechischer Tafeloliven in diesem Jahr im Vergleich zum Erntejahr 2021/22 wertmäßig um rund 20 Prozent steigen werden.
„Wenn wir unser Tempo beibehalten können, werden wir ein Rekordjahr bei den Exporten [von Tafeloliven] mit mehr als 600 Millionen Euro verzeichnen“, sagte Nelos Georgoudis, ehemaliger Leiter des Panhellenischen Verbandes der Hersteller, Verpacker und Exporteure von Tafeloliven (Pemete).
Der Verband wies jedoch darauf hin, dass das vergangene Erntejahr für griechische Tafelolivenproduzenten wenig erfreulich war.
„[Die vergangene Saison] war eine der schwierigsten der letzten Jahre, nicht nur aufgrund der geringeren Ernte [an Tafeloliven] im Jahr 2021/22, sondern auch wegen des negativen internationalen Wirtschaftsklimas“, erklärte Pemete in einer Pressemitteilung.
Nach Angaben der Europäischen Kommission wurden in Griechenland im vergangenen Jahr insgesamt 165.000 Tonnen Tafeloliven produziert, was 24 Prozent unter dem gleitenden Fünfjahresdurchschnitt des Landes liegt.
Trotz des Regenmangels und des Arbeitskräftemangels in einigen Anbaugebieten wird für das Erntejahr 2022/23 eine Erholung des Sektors mit einer geschätzten Produktion von mehr als 200.000 Tonnen erwartet.