Spanische Olivenölexporte steigen trotz schwacher Ernte stark an

Spaniens Exporte sind im Vergleich zum Vorjahr um dreiundfünfzig Prozent gestiegen, wobei das Land von den hohen Preisen und seiner Position als Marktführer profitierte.

Spanien erlebt derzeit eine beeindruckende Vermarktungskampagne für Olivenöl, da die Exporte im Vergleich zum Vorjahresniveau um satte dreiundfünfzig Prozent gestiegen sind.

Der Sektortisch für Oliven und Olivenöl hat bei einem Treffen im Ministerium für Landwirtschaft und Fischerei bekannt gegeben, dass die am 31. Oktober gestartete Vermarktungskampagne bislang ein großer Erfolg war.
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2016 Im Oktober produzierte Spanien 9.000 Tonnen Olivenöl, obwohl die Ernte aufgrund der späten Reifung der Früchte relativ spät erfolgen musste. 72.000 Tonnen spanisches Olivenöl wurden exportiert, und das allein im Monat November.

Die Nachricht von den florierenden spanischen Exporten kommt in einer für die Olivenölindustrie schwierigen Zeit. Tatsächlich ist die weltweite Olivenölproduktion im Jahr 2016 deutlich zurückgegangen. Der Internationale Olivenölrat prognostizierte zunächst einen Rückgang der weltweiten Ernteerträge um sechs Prozent, korrigierte diese Prognose jedoch später auf vierzehn Prozent.

Viele der weltweit größten Olivenölproduzenten stehen vor großen Herausforderungen.

In Frankreich hat die Dürre die Ernte schwer beeinträchtigt. In Italien haben Schädlinge und raue Wetterbedingungen den Olivenbäumen zugesetzt.

In Spanien haben ungenaue Ertragsprognosen große Unsicherheit im Olivenölsektor ausgelöst, wobei lokale Branchenführer befürchten, dass die unter den Erwartungen liegenden Produktionsmengen nicht ausreichen würden, um die stetig wachsende Nachfrage zu decken.

Insgesamt hatten die europäischen Länder ein schwieriges Jahr, was die Produktionsergebnisse angeht. Und dennoch erreichen die spanischen Olivenölexporte Rekordwerte.

Berücksichtigt man sowohl den Inlands- als auch den Auslandsabsatz, hat Spanien bislang 105.800 Tonnen Olivenöl verkauft, was einem Anstieg von 35 Prozent gegenüber der Vorjahreskampagne entspricht.

Der Grund für den Erfolg der spanischen Exporte liegt darin, dass die weltweite Nachfrage weiterhin täglich wächst. Es mag zwar weniger Olivenöl verfügbar sein, doch das produzierte Öl findet sehr leicht Abnehmer.

Die Preise befinden sich auf hohem Niveau, und Verbraucher, die Olivenöl als unverzichtbares Grundnahrungsmittel schätzen, scheinen bereit zu sein, mehr zu zahlen, um es zu erwerben.

Zudem ist die weltbekannte spanische Provinz Jaén eine der wenigen, die nicht stark von Produktionsrückgängen betroffen war.

Infolgedessen hat Jaén kaum Schwierigkeiten, sein goldenes Öl zu hohen Preisen zu verkaufen. Es liegt auf der Hand, dass der Erfolg, den Jaén in Bezug auf Produktion und Export aufrechterhalten konnte, wesentlich zum internationalen Erfolg des Landes beiträgt.